Börsen unter Druck : Italien eskaliert Haushaltsstreit mit EU

Italien will sein Defizitziel von 2,4 Prozent für 2019 nicht herabsetzen - und provziert damit die anderen EU-Länder. An den Finanzmärkten sorgte das bei den Börsianern für Sorgen.
Das hochverschuldete Italien geht im Streit um seine Staatsausgaben auf Konfrontationskurs mit den Euro-Partnern. Die Regierung werde ihr Defizitziel von 2,4 Prozent für 2019 nicht herabsetzen, sagte Vize-Regierungschef Luigi Di Maio am Dienstag. „Wir werden keinen Millimeter weichen.“ Er warf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor, den Sturz seiner Regierung zu wünschen. Di Maios Amtskollege Matteo Salvini warf EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor, die Finanzierungskosten für das Land mit Angriffen in die Höhe getrieben zu haben. Italien werde dafür Schadensersatz verlangen. Ein ranghoher Politiker der Regierungspartei Lega sagte zudem, das Land könnte viele seiner Probleme mit einer eigenen Währung lösen.





