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Was den Markt bewegt : Mit dem Dax geht es weiter abwärts

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Die Börse in Frankfurt Bild: dpa

Auch am Freitag verliert der Dax und verbleibt unter der wichtigen Marke von 12.000 Punkten. In der kommenden Woche droht der deutsche Leitindex sogar unter sein bisheriges Jahrestief zu fallen.

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          Der Dax hat am Freitag seine Talfahrt fortgesetzt. Nachdem der deutsche Leitindex am Vortag erstmals wieder seit Anfang April unter die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten gefallen war, herrscht weiterhin hohe Nervosität. Gute amerikanische Arbeitsmarktdaten nährten die Sorgen in puncto schnell steigender Zinsen in den Vereinigten Staaten. Zudem bleiben der internationale Handelskonflikt sowie die Währungskrisen in Schwellenländern zentrale Themen. Hinzu kamen enttäuschende Daten zur deutschen Industrie und zur Exportwirtschaft. Zuletzt notierte der Dax 0,4 Prozent tiefer bei 11.909,4 Zählern.

          Der amerikanische Arbeitsmarkt zeige sich von den vielen globalen Belastungsfaktoren bislang unbeeindruckt, resümierte Porfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Inzwischen komme die Dynamik auch bei den Löhnen an. Für die amerikanische Notenbank Fed gehe es jetzt „mehr denn je darum, nicht hinter die Kurve zu fallen“, so Altmann. „Für Anleger und Unternehmen bedeutet dieser Arbeitsmarktbericht jedoch, dass sie sich mehr denn je auf weiter steigende Zinsen einstellen sollten.“

          Der M-Dax sank zuletzt um 0,4 Prozent auf 26.025,8 Punkte. Der Tec-Dax verlor 0,2 Prozent auf 2887,9 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 weitete die Verluste auf 0,6 Prozent bei 3277,6 Punkten aus.

          Infineon und Banken verlieren

          Im Dax blieben die Anteilsscheine von Bayer weiter auf Talfahrt. Sie hielten sich auch am Nachmittag mit mehr als 3 Prozent Kursverlust am Index-Ende und damit weiter auf dem tiefsten Stand seit Anfang 2013. Der Pharma- und Agarchemiekonzern hatte zur Wochenmitte seine Quartalszahlen vorgelegt und mit seinem Jahresausblick enttäuscht, der erstmals auch den übernommenen amerikanischen Konzern Monsanto berücksichtigt.

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          Auch die Infineon-Aktien setzten ihre Talfahrt fort und fielen auf den tiefsten Stand seit einem Jahr. Zuletzt betrug das Minus mehr als 3 Prozent auf 19,85 Euro. Einmal mehr gehörten auch die Banken wieder zu den größten Verlierern, Deutsche Bank und Commerzbank gaben jeweils rund 2 Prozent nach.

          Die Talfahrt von Kion beschleunigte sich weiter, die Papiere des Gabelstaplerherstellers rutschten mit mehr als 5 Prozent Verlust bei 52,90 zeitweise auf den tiefsten Stand seit Anfang 2017. Tags zuvor waren Kion-Papiere unter ihr Zwischentief von Ende Juli gerutscht, was den Druck verstärkt hatte.

          Im Tec-Dax stachen indes die Aixtron-Aktien nach einer Analystenstudie mit Kursgewinnen von 5 Prozent auf 10,90 Euro hervor. Damit starteten sie einen weiteren Erholungsversuch. Schon am Mittwoch hatten die Papiere des Ausrüsters der Chipindustrie nach einer positiven Studie der Privatbank Berenberg deutlich gewonnen und waren auf 11,405 Euro gestiegen, später verloren sie allerdings wieder an Wert. Nun gab Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank sein Verkaufsvotum auf und verwies zudem auf eine positive Entwicklung des Auftragsbestandes 2018.

          Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,22 Prozent am Vortag auf 0,21 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 141,22 Punkte. Der Bund-Future (Dezember-Kontrakt) gab 0,19 Prozent nach auf 160,06 Punkte. Der Kurs des Euro fiel unter 1,16 Dollar, am frühen Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1568 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1634 Dollar festgesetzt.

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