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Börse am Dienstag : Worauf Anleger heute besonders achten sollten

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Der Handelssaal der Frankfurter Börse Bild: Reuters

Was immer es genau ist: Die Genesung des amerikanischen Präsidenten oder die Aussicht auf ein Konjunkturpaket, für die Kurse ist es gut. Auch sonst gibt es marktbewegende Neuigkeiten.

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          Ist es nun Donald Trumps Gesundheitszustand oder die Aussicht auf ein neues Konjunkturpaket in Amerika? Beobachter sind sich uneins, jedenfalls aber legten die amerikanischen Börsen am Vorabend um 1,8 Prozent zu. Und während in China die Börse wegen der „Goldenen Woche“ geschlossen bleibt,schloss auch der japanische Aktienmarkt 0,5 Prozent im Plus, was allerdings schon merklich weniger war. Möglicherweise haben beide Recht und die Infektion des Präsidenten hat Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen im Kongress gebracht. Vielleicht war es aber auch der mäßige Arbeitsmarktbericht vom Freitag.

          Das der Effekt aber ausläuft, zeigt zum einen der deutsche Aktienmarkt, der am Dienstag mit nur einem geringen Aufschlag von rund 0,2 Prozent eröffnet hat. Und der Handel mit den Terminkontrakten auf den S&P-500 indiziert einen Start unterhalb der am Vorabend überschrittenen Marke von 3400 Punkten erwarten lässt. Auch die Ölpreisrally vom Vortag setzt sich nicht fort.

          Die Produktionserwartungen der deutschen Industrie für die kommenden Monate haben sich im September verbessert. Der Ifo Indikator stieg um 5,2 auf 20,8 Punkte. Während sich die Aussichten etwa für die Autobauer und die Chemiebranche verbesserten, bleiben die Erwartungen der Maschinenbauer zurückhaltend.

          DAX ®

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          Im Fokus dürften unter anderem Daimler stehen. Vorstandschef Ola Källenius will Investoren das mit Spannung erwartete Update seiner Strategie für Mercedes-Benz präsentieren. Im Mittelpunkt steht, wie der Premiumautobauer von PS-starken Verbrenner-Modellen auf klimaschonende Elektroautos umstellen will, ohne dass dabei die Rendite unter die Räder kommt. Ob es auch Details zum geplanten Abbau Tausender Stellen geben wird, blieb unklar.

          Einen Großauftrag aus den Vereinigten Staaten über 62 Turbinen hat der Windturbinenbauer Nordex erhalten. Ein 297,6-Megawatt-Windpark soll im kommenden Jahr im Mittleren Westen entstehen. Das verhilft dem Aktienkurs zu einem Aufschlag von knapp 2 Prozent.

          Der französische Mode- und Luxuskonzern Kering hat einen Teil seiner Anteile, namentlich 8,8 Millionen Aktien und damit die 5,9 Prozent des Aktienkapitals am Sportartikelhersteller Puma für rund 655,6 Millionen Euro verkauft und besitzt noch knapp 10 Prozent an Puma, dessen Aktienkurs sich kaum verändert zeigt.

          Der Düngerkonzern K+S hat sein Amerika-Geschäft für 3,2 Milliarden Dollar in bar an die Industrieholding Stone Canyon Industries abgegeben. Die Kursreaktion erfolgte mit einem Plus von rund 14 Prozent allerdings schon am Vortag, auch wenn es am Dienstag noch einmal leicht nach oben geht.

          Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat erfolgreich 1,5 Milliarden Euro am Anleihemarkt eingesammelt. Mit dem Erlös sollen bestehende Verbindlichkeiten frühzeitig refinanziert werden und auf diesem Weg unter anderem zwei Anleihen über 750 und 600 Millionen Euro Millionen Euro zurückgekauft werden.

          1,9 Milliarden Dollar muss der Netzwerk-Spezialist Cisco zahlen. Das Unternehmen habe die Rechte des klagenden Kontrahenten Centripetal Network mutwillig auf "vorsätzliche und ungeheuerliche" Weise verletzt. Cisco kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

          Nicht an die Börse kommt abermals Springer Nature. Der Wissenschaftsverlag verschob seinen Börsengang zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren und nannte schlechte Marktbedingungen als Grund. Der zweitgrößte Speicherchip-Hersteller der Welt, Kioxia, will dagegen sein vergangene Woche verschobenes Börsendebüt noch im Dezember feiern. Es wäre der größte Börsengang des Jahres in Japan.

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