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Standpunkt : Keine Angst vor dem Bitcoin

  • -Aktualisiert am

Angst vor dem Bitcoin? Deutschland sollte diese Chance aber nicht verpassen. Bild: Reuters

Bitcoin ist das Gold des 21. Jahrhunderts. Vertreter der Zentralbanken stehen ihm jedoch ängstlich gegenüber – sie befürchten den Verlust der Währungssouveränität. Deutschland sollte diese Chance aber nicht verpassen. Ein Gastbeitrag.

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          Der Bitcoin-Kurs hat jüngst wieder die 50.000-Euro-Marke durchbrochen. Damit verzeichnet er einen Wertzuwachs von über 400 Prozent in den letzten zwölf Monaten. Andere Kryptowährungen wie Ether (Ethereum) erleben einen ähnlichen Aufschwung und haben in den letzten Jahren ein ganzes Ökosystem aus innovativen Programmierern, Forschern und Unternehmern um sich geschaffen. Das weckt Begehrlichkeiten und schürt Ängste vor der dezentralen Blockchain-Technologie – gerade bei den Vertretern der Zentralbanken.

          Die Sorgen haben Ulrich Bindseil und Jürgen Schaaf von der Europäischen Zen­tralbank (EZB) in dieser Zeitung dargelegt (F.A.Z. vom 17. September). Bitcoin, so schreiben sie, habe keinen intrinsischen Wert. Er wäre daher reines Spekulationsobjekt für „Narren“. EZB-Mann Klaus Masuch und der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing stießen kurz darauf ebenfalls in der F.A.Z. in das gleiche Horn. Eine Bundesregierung, welche sich den Klimaschutz auf die Fahnen schreibt, könne nur gegen Kryptowährungen sein. Dass die EZB in ihrem Bericht zum digitalen Euro postuliert, dass das Projekt auch eine Reaktion auf digitale Privatwährungen wie Bitcoin sei, weil sonst der Verlust der Währungssouveränität (und damit der Machtverlust der Zentralbank) drohe, wird mit keinem Wort erwähnt.

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