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Bilanzflut im Dax : Anleger kaufen VW

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Anleger werden am Donnerstag mit vielen Dax-Bilanzen konfrontiert. Bild: dpa

Am Aktienmarkt müssen sich die Anleger mit einer Flut an Bilanzen auseinandersetzen. Eine Aktie sticht besonders hervor, während die EZB ihren bisherigen Kurs weiter fortführt.

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          Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von seiner freundlichen Seite gezeigt. Die Renditen von amerikanischen Anleihen gaben wieder nach, das sorgte für ein wenig Entspannung. Der marktbreite F.A.Z.-Indes stieg um 0,7 Prozent auf 2478 Punkte, der Standardwerteindex Dax um 0,6 Prozent auf 12,500 Zähler.

          Die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Nachmittag hatte kaum Einfluss auf das Börsengeschehen. „Auf der April-Sitzung hat sich die EZB in Zurückhaltung geübt“, sagte Stefan Kipar von der BayernLB.

          Das sei nicht unerwartet, denn mit Blick auf Handelsbarrieren und die Konjunkturentwicklung gebe es neue Unsicherheiten. Es war vor allem die freundliche Tendenz der amerikanischen Märkte, die den deutschen Aktien am Nachmittag auf die Sprünge half. Der S&P-500-Index gewinnt 0,7 Prozent auf 2659 Punkte.

          F.A.Z.-Index

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          Eine Flut von Quartalszahlen, unter anderem von Deutscher Bank und Volkswagen sorgte für Gesprächsstoff. Der Kurs der Deutschen Bank schwankte über den Tag nicht unbeträchtlich, am Ende ging die Aktie 1,3 Prozent tiefer mit 11,834 Euro aus dem Handel.

          Die Bank hatte im ersten Quartal deutlich weniger Gewinn verzeichnet. Die Analysten von Morgan Stanley bezeichneten die neue Strategie mit der Abwendung vom Investment-Banking als ermutigend. „Doch die Umsetzung ist immer noch entscheidend und scheint sich weiterhin über einen längeren Zeitraum zu ziehen.“

          DT. BANK

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          Lufthansa fielen um 5,5 Prozent. Die Fluggesellschaft hat im reiseschwachen Winterquartal deutlich weniger Gewinn eingeflogen als von Analysten erwartet.

          Trotz eines Gewinnrückgangs im Quartal stieg der Kurs der Volkswagen-Aktie um 2,6 Prozent auf 171,44 Euro. Der Gewinn sei hauptsächlich durch eine neue Rechnungslegung belastet, nicht vom operativen Geschäft, sagte ein Börsianer. Zudem gefalle das dicke Polster bei den liquiden Mitteln.

          VOLKSWAGEN VZ

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          Anleger griffen nach einem optimistischem Ausblick zunächst bei Aixtron zu. Die Titel waren mit einem Plus von zehn Prozent Spitzenreiter im TecDax. Nach kräftig gestiegenen Bestellungen zum Jahresauftakt rechnet der Chipanlagenbauer damit, die Jahresziele am oberen Rand der Prognose zu erreichen.

          Dann aber setzten Gewinnmitnahmen ein, die die Notierung am Tagesende 5,5 Prozent tiefer schließen ließen. Womöglich hätten einige beim Ausblick auf mehr gehofft als nur eine Präzisierung nach oben, vermutete ein Börsianer. Analysten von der Baader Bank und Warburg Research zeigen mit ihren unveränderten Verkaufsempfehlungen ebenfalls Skepsis.

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