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Bankenabwicklerin Elke König : „Mit nochmals 60 Milliarden Euro kann ich leben“

Elke König auf einer Pressekonferenz im Oktober 2014. Bild: dpa

Europas oberste Bankenabwicklerin erwartet, dass die zusätzliche Kreditlinie für ihren Fonds bald beschlossen wird. Doch was hält die SRB-Chefin von einer gemeinsamen Einlagensicherung für den Euroraum?

          5 Min.

          Frau König, Sie haben im März 2015 Ihre Arbeit aufgenommen. Ist die Aufbauphase Ihrer Behörde abgeschlossen?

          Werner Mussler
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Ja und nein. Wir haben für rund 100 Bankengruppen Abwicklungspläne erstellt. Wir sind bei den Instituten einmal durch das gesamte Portfolio gegangen und haben damit den notwendigen Überblick gewonnen. Und wir haben vor einem Jahr unsere Feuertaufe bestanden, als wir Banco Popular, die sechstgrößte Bank in Spanien, in einer Nacht von Dienstag auf Mittwoch abgewickelt haben. Aber natürlich ist noch viel zu tun.

          Ihre Behörde ist als Teil der Bankenunion eingerichtet worden, die sicherstellen soll, dass die Steuerzahler nicht mehr für Bankenpleiten einstehen müssen. Ist dieses Ziel mittlerweile erreicht? Ist ein Bail-in, also die Gläubigerbeteiligung bei der Abwicklung, jetzt so durchführbar, wie es die Bankenabwicklungs-Richtlinie vorsieht?

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