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Geplanter Börsengang : Baidu-Tochter iQiyi will bis zu 2,7 Mrd Dollar einsammeln

  • Aktualisiert am

Der Baidu-Konzernsitz in Beijing. Bild: Reuters

Der Online-Videodienst iQiyi des chinesischen Google-Rivalen Baidu will an die New Yorker Börse. Die kalkulierten Milliarden-Einnahmen sind derweil schon verplant.

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          Der Online-Videodienst iQiyi des chinesischen Google-Rivalen Baidu will im Rahmen seines Börsengangs an der Wall Street bis zu 2,7 Milliarden Dollar bei Investoren einsammeln. Insgesamt würden 125 Millionen in den Vereinigten Staaten handelbare Wertpapiere in einer Spanne von 17 bis 19 Dollar zum Kauf angeboten, teilte die Firma in Unterlagen an die amerikanische Börsenaufsicht SEC mit. Bei hoher Nachfrage stünden weitere 18,75 Millionen Papiere zur Verfügung.

          Damit könnte sich das Emissionsvolumen auf bis auf 2,7 Milliarden Dollar belaufen. Der Mutterkonzern Baidu, der 69,6 Prozent der Anteile besitzt, will auch nach dem Finanzmarktdebüt an der Technologiebörse Nasdaq die Kontrollmehrheit an iQiyi behalten.

          Die Einnahmen aus dem Börsengang will iQiyi in erster Linie zum Ausbau des Heimatgeschäfts nutzen, wo das Alibaba-Portal Youku den Wettbewerb anstachelt. Ein Großteil soll in eigene Serien fließen. Die Online-Videothek im Stil von Netflix zählte Ende Februar rund 60 Millionen Abonnenten. Im vergangenen Jahr steigerte iQiyi den Umsatz um 55 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Allerdings schreibt das Unternehmen seit der Firmengründung 2010 Verluste. Im vergangenen Jahr lag der Fehlbetrag bei umgerechnet 484 Millionen Euro.

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