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Autowerte belasten Dax : Aktienkurs von Schaeffler bis zu 10 Prozent im Minus

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Die Titel von Schaeffler machen Anlegern im Moment wenig Freude. Bild: obs

Erst der Rauswurf aus dem M-Dax, nun werden die Gewinnziele kassiert: Der Aktienkurs des Autozulieferers fällt um bis zu 10 Prozent. Anderen Titeln aus der Branche ergeht es nicht besser.

          Der Aktienkurs des Autozulieferers Schaeffler ist am Mittwoch angesichts rückläufiger Ergebnisse und eines mauen Ausblicks um mehr als 10 Prozent gefallen. Das Unternehmen kassierte zudem seine Ziele für 2020 und will nun mit einem Effizienzverbesserungsprogramm gegensteuern. Auch der Abstieg aus dem M-Dax zum 18. März belastet den Kurs.

          Schaeffler rechnet im laufenden Jahr mit einer bereinigten betrieblichen Marge (Ebit) von 8 bis 9 Prozent. Einen „Schritt rückwärts“ nannte dies Analyst Jose Asumendi von JP Morgan angesichts einer durchschnittlichen Schätzung von 10 Prozent. Selbst wenn Schaeffler das obere Ende dieser Spanne erreichen sollte, müssten die Gewinnschätzungen auf Konzernebene für 2019 um 12 Prozent gekürzt werden, sagte der Experte. Noch stärker dürften die Gewinnerwartungen im Kerngeschäft Automobil gekappt werden, denn die Margen im Industriesegment dürften sich erholen.

          SCHAEFFLER AG INH. VZO

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          Der trübe Geschäftsausblick des Autozulieferers verstärkt einmal mehr die Bedenken der Anleger mit Blick auf die Branche. Erschwerend kommt laut Händlern noch hinzu, dass die EU im Kartellverdacht gegen deutsche Autobauer einem Medienbericht zufolge Bußgelder vorbereitet. Daimler, Volkswagen und Continenal verlieren 1,2 Prozent.

          Experten befürchten Auslaufen der Rally

          Die Kursverluste der Aktien aus der Autobranche setzen auch dem Dax zu. Dieser fällt um 0,3 Prozent auf 11.585 Zähler ab. Damit bleibt das Börsenbarometer aber weiter in Sichtweite der Marke von 11.600 Zählern, um die es schon seit Freitag in einer engen Spanne pendelt.

          Im breiteren Markt setzt sich der lustlose Handel der vergangenen Tage fort. Der F.A.Z.-Index gibt 0,2 Prozent auf 2226 Punkte nach.

          F.A.Z.-Index

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          Experten befürchten nun ein Auslaufen der jüngsten Rally. Laut Analyst Christian Schmidt von der Helaba weisen einige charttechnische Indikatoren auf schwächere Kurse hin. Die Marktteilnehmer ließen sich derzeit nicht mehr aus der Reserve locken, befürchtet Anlagestratege Christoph Geyer von der Commerzbank.

          Die Blicke der Marktakteure richten sich derzeit auf den Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank, das sogenannte Beige Book, der am Abend veröffentlicht wird. Zuletzt hatte es gemischte Konjunktursignale aus den Vereinigten Staaten gegeben. Zuvor stehen noch amerikanische Arbeitsmarktdaten auf der Agenda.

          Brenntag erwirtschaftet mehr Gewinn als erwartet

          Die Aktie des Chipentwicklers Dialog Semiconductor ist stark gefragt. Der Kurs legt um 6,5 Prozent zu, wenngleich das Unternehmen seine Erwartungen für 2019 senkte und nun einen Umsatzrückgang prognostiziert. Positiv wirkt aber der bevorstehende Aufstieg in den M-Dax.

          Der schwache Ausblick deckt sich laut Aussage eines Händlers mit den Erwartungen am Markt. Auch die Ergebnisse für das vergangene Jahr hätten nicht überrascht.

          Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag sind nach einen zuversichtlichen Ausblick ebenfalls gesucht und verteuern sich zuletzt um 4,8 Prozent. Der Konzern hat im vergangenen Jahr mehr Gewinn erwirtschaftet als erwartet.

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