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Finanzmärkte : „Der Handelskrieg 2.0 wird schlimmer sein als das Original“

Derzeit ist es düster, doch langfristig könnte es sich wieder aufhellen. Bild: dpa

Die Kursverluste am Aktienmarkt zeigen, wie wenig diese Krise ausgestanden ist. Einige Vermögensverwalter sind für die nächste Zeit sehr pessimistisch.

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          Schon länger fragen sich nicht nur Analysten an den Finanzmärkten, ob die Länder infolge der gemeinsam durchlebten Corona-Pandemie künftig enger zusammenarbeiten werden oder die zuvor herrschende Tendenz weiter bestehen wird, sich eher abzuschotten. Belege für mehr Trennung liefert zumindest die weiter steigende Spannung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Der amerikanische Außenminister Michael Pompeo teilte mit, „enorme Indizien“ dafür zu haben, dass der Ausbruch der Pandemie in einem Labor in Wuhan begonnen habe. Beweise legte er nicht vor. Sein Chef, der amerikanische Präsident Donald Trump, drohte der Volksrepublik mit neuen Strafzöllen.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dieses abermalige Aufflammen des transpazifischen Konflikts, in dem es weit mehr um globale Hegemonie als um Handel geht, belastet auch die Börsen. Pessimistisch äußert sich etwa Neil Wilson, Chefmarktanalyst von Markets. com: Im Zuge der Schuldzuweisung werde der Ruf nach Reparationen lauter werden und der Handel sei nun einmal der einfachste Hebel. Und weil das ein Wahljahr sei, werde Trump auf China so fest einschlagen wie er nur könne. „Der Handelskrieg 2.0 wird schlimmer sein als das Original”, schreibt Wilson.

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