https://www.faz.net/-gv6-9k7mx

Übernahme von Kraft : Auch Börsenguru Buffett macht Fehler

  • Aktualisiert am

Warren Buffett im Mai 2018 in Omaha Bild: AP

„Wir haben für Kraft zuviel bezahlt“ – diese Worte stammen tatsächlich von Starinvestor Warren Buffett. Trotzdem will er sich nicht von dem „wunderbaren Unternehmen“ trennen.

          1 Min.

          Der amerikanische Starinvestor Warren Buffett hat einen seiner seltenen Fehlgriffe offen eingeräumt. „Wir haben für Kraft zuviel bezahlt“, sagte der 88-jährige Börsenguru am Montag dem Finanzsender CNBC. „Ich lag in mehrfacher Hinsicht falsch.“ Kraft sei aber nach wie vor ein „wunderbares Unternehmen“ und es gebe derzeit keine Pläne, sich von der Beteiligung zu trennen.

          Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hatte 2013 mit dem Finanzinvestor 3G zusammen zunächst den Ketchup-Hersteller Heinz übernommen und 2015 dann dessen Fusion mit dem Lebensmittelriesen Kraft eingefädelt. Doch nach massiven Abschreibungen und einem Absturz am Aktienmarkt wurde der Deal zuletzt zur Belastung. Auch deshalb rutschte Berkshire Hathaway im Schlussquartal tief ins Minus.

          Buffett äußerte sich auch zu seinem Dauerproblem, Übernahmeziele zu finden, um seine massiven Cash-Reserven abzubauen. Zum Jahresende saß er mit Berkshire Hathaway auf liquiden Mitteln von rund 112 Milliarden Dollar. Dieses Geld würde Buffett gern investieren, doch im jährlichen Brief an die Aktionäre klagte er am Wochenende, dass die Preise „schwindelerregend hoch“ seien.

          Im CNBC-Interview verriet Buffett nun aber, dass er im vierten Quartal dennoch kurz vor einem „sehr großen“ Zukauf gestanden habe, der jedoch nicht zustande gekommen und wohl auch keine Option mehr sei. Details wollte Buffett nicht nennen. Seit der über 30 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Flugzeugteilebauers Precision Castparts 2016 hat Berkshire keinen größeren Zukauf mehr getätigt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wie lange noch? Noch steht Armin Laschet im Schatten von Angela Merkel.

          Allensbach-Umfrage : Kanzlerpartei im Ungewissen

          Das Meinungsklima für die Union ist aktuell nicht schlecht. Das liegt aber immer noch vor allem an der Kanzlerin. Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet muss sich erst noch profilieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.