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Gute Jahre nutzen : Aston Martin will an die Börse

  • Aktualisiert am

Begehrtes Auto: der Aston Martin DB10 Bild: AFP

Der legendäre Autobauer Aston Martin will an die Börse. Das wollte er immer wieder, doch diesmal scheinen die Pläne so konkret wie noch nie zuvor.

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          Der Autobauer Aston Martin erwägt den Gang an die Börse. Der Hersteller des aktuellen Lieblingsfahrzeugs von Filmheld James Bond will noch an diesem Mittwoch einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen britischen Behörde stellen. Aston Martin will sich dann bis zum 20. September für die Entscheidung Zeit nehmen, ob die Börsenpläne weiterverfolgt werden.

          „Heute erreichen wir einen Meilenstein in unserer Geschichte“, sagte Konzernchef Andy Palmer. Aston Martin feiert nach dem finanziellen Zusammenbruch vor zehn Jahren derzeit sein Comeback unter Palmer. Der frühere Nissan-Manager kam 2014 zu den Briten und krempelte die traditionsreiche Sportwagenmarke um. Hochpreisige neue Modelle wie der DB11 erfreuen sich großer Beliebtheit und ließen Produktionszahlen und Ergebnis des Konzerns wieder steigen.

          Idee für gute Jahre

          Ein Börsengang ist bei Aston Martin immer wieder im Gespräch, anscheinend immer dann wenn das Geschäft gut läuft. 2009 gab es ebenso Gerüchte wie ein Jahr später, als der Luxusautohersteller bis 2012 an die Börse hatte gebracht werden sollen. Zwischen 2011 und 2016 hatte das Unternehmen indes teils hohe Verluste gemacht. Der Kultwagen-Bauer war in seiner mehr als 100-jährigen Geschichte auch sieben Mal insolvent. Bis 2007 gehörte er zum amerikanischen Autobauer Ford.

          Das Unternehmen könnte Berichten zufolge mit bis zu fünf Milliarden Pfund bewertet werden. Aston Martin wird vom italienischen Investmentfonds Investindustrial und der kuweitischen Beteiligungsgesellschaft Dar Investment kontrolliert. Diese wollen Anteile abgeben. Der mit 4,9 Prozent an Aston Martin beteiligte Daimler-Konzern werde Aktionär bleiben, teilte der britische Sportwagenbauer mit. Der Streubesitz soll mindestens 25 Prozent erreichen.

          Aston Martin wurde 1913 in London gegründet. Die Sportwagen des Herstellers wurden später vor allem durch die James-Bond-Filme berühmt. Die Wagen des britischen Geheimagenten werden auch immer wieder für hohe Summen versteigert.

          Geplant ist eine „Premium-Notierung“ an der Londoner Börse. Nach dem Verkauf von Jaguar, Bentley und Rolls-Royce wäre Aston Martin nach Jahren dort wieder der erste britische Autobauer.

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