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Armin von Falkenhayn : „Schützt die Demokratie an der Börse!“

  • -Aktualisiert am

Armin von Falkenhayn Bild: Wonge Bergmann

Am Aktienmarkt läuft was schief, warnt Investmentbanker Armin von Falkenhayn. Binnen 20 Jahren ist jede dritte Firma von der Börse verschwunden. Das geht uns alle an.

          6 Min.

          Herr von Falkenhayn, die Börse feierte dieses Jahr Rekorde, trotzdem gab es so wenige Börsengänge wie lange nicht. Was ist da schief gelaufen?

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Man darf nicht vergessen: Bis Ende September wurde Kapital aus europäischen Aktienfonds abgezogen. Erst im letzten Quartal gab es wieder Zuflüsse. Und damit das Umfeld, das wir eigentlich für Börsengänge brauchen.

          Internationales Kapital wurde aus Europa abgezogen, sagen Sie, gleichzeitig sind die Kurse aber gestiegen, wie passt das zusammen?

          Richtig, der Dax hat schon früher im Jahr zugelegt, aber bei geringen Handelsvolumina und befeuert vor allem von der Tatsache, dass die Anleger angesichts des Zinsniveaus keine rechten Alternativen hatten. Für Börsengänge braucht es mehr: eine positive Stimmung, damit neues, zusätzliches Kapital zufließt. Daran hat es gefehlt. Dazu kommt, dass Unternehmen weniger auf Eigenkapital angewiesen waren angesichts der expansiven Geldpolitik. Sie können sich zu außerordentlich attraktiven Konditionen verschulden. Die Bondmärkte florieren, die Begebung auch von Hybridinstrumenten hat zugenommen.

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