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IWF-Kredit : Währungsfonds stützt wieder Argentinien

Argentinier demonstrieren in Buenos Aires gegen Maßnahmen ihrer Regierung. Bild: Reuters

Eine Kreditlinie für 50 Milliarden Dollar soll den Verfall des Peso stoppen. Doch viele Argentinier haben ungute Erinnerungen an den IWF. Die Chefin versucht zu beruhigen.

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          Der Internationale Währungsfonds stützt Argentinien mit einer Kreditlinie in Höhe von 50 Milliarden Dollar. Darauf haben sich Fonds und Regierung im Grundsatz verständigt. Der argentinische Präsidenten Mauricio Macri hatte keine Wahl, um den dramatischen Verfalls des argentinischen Peso zu stoppen, als den in Argentinien höchst unbeliebten Währungsfonds zur Hilfe zu rufen.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Weder drastische Zinserhöhungen durch Argentiniens Zentralbank noch die Verkündung eines beschleunigten Sparprogramms hatten die Märkte beruhigen und die Kapitalflucht stoppen können. Mit dem Niedergang des Peso verlor das Land zusehends die Fähigkeit, seine zum großen Anteil in Dollar nominierten Kredite zu bedienen.

          Der Vorstand des IWF und die argentinische Regierung müssen das Abkommen noch absegnen. Das ist aber Formsache, nachdem die Chefin des Währungsfonds, Christine Largarde, die Einigung gelobt hat. Auch Steven Mnuchin, als Finanzminister der Vereinigten Staaten Repräsentant des wichtigen Gesellschafters des Währungsfonds, begrüßte den Pakt.

          Erinnerungen an Krise 2001

          Aus der Stellungnahme Lagardes werden die besondere Sensibilität der argentinischen Bevölkerung und der Finanzinvestoren deutlich. Rund drei Viertel der Bürger lehnen den IWF ab, viele machen ihn verantwortlich für die schwere Wirtschaftskrise im Jahr 2001. Vor diesem Hintergrund hob Lagarde hervor, dass der Fonds dem Land kein Sanierungsprogramm aufzwinge: „Wie wir schon vorher betont haben, ist der Plan von der Regierung entwickelt und zu eigen gemacht mit dem Ziel, die Wirtschaft zum Wohle aller Argentinier zu stärken.“ Sie lobte die verstärkten Anstrengungen, die Inflation zu bekämpfen, die den Wohlstand aufzehre und die Armen besonders hart treffe. Das Programm garantiere Sozialhilfe für die besonders Bedürftigen, die nicht gekürzt werde. 

          An die Finanzinvestoren richtete sich Lagrades Hinweis, dass Argentinien die Unabhängigkeit der Zentralbank garantieren wolle. Anleger hatten verschnupft auf die Versuche der Regierung im Dezember reagiert, auf die Geldpolitik Einfluss zu nehmen.

          Argentinien will nach eigenen Angaben nicht die volle Kreditlinie in Anspruch nehmen, ein großer Teil soll für Notsituationen reserviert bleiben. Das Land will seine Sparpolitik beschleunigen, um seine Kreditwürdigkeit wieder herzustellen. In anderen Schwellenländern wie etwa der Türkei sind die Währungskurse ebenfalls stark in den Keller gegangen. Im Moment sieht der Währungsfonds aber noch keine Ansteckungsgefahr. 

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