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Rekord bald geknackt? : Apple nimmt Kurs auf Billionen-Dollar-Marke

  • -Aktualisiert am

Apple fehlt noch 80 Milliarden Dollar bis zur Billionen-Grenze. Dafür braucht es einen Kursgewinn von acht Prozent (Archivfoto). Bild: Reuters

Seit Anfang Mai hat Apples Aktienkurs um 13 Prozent zugenommen. Neben Warren Buffett glaubt noch ein weiterer Multimilliardär an steigende Aktienkurse des iPhone-Herstellers.

          Der Technologiekonzern Apple ist nicht mehr weit von einer Rekordmarke entfernt, die vor einigen Jahren noch unvorstellbar schien: ein Börsenwert von einer Billion Dollar. Apple wäre damit dreimal soviel wert wie der Ölkonzern Exxon Mobil, der noch vor einigen Jahren – wie jetzt Apple – gemessen an der Marktkapitalisierung der Spitzenwert der amerikanischen Börsen war. Mit einer Billion Dollar wäre Apple auch achtmal so viel wert wie der Industriekonzern und zugegebenermaßen angeschlagene Siemens-Konkurrent General Electric, der wie Exxon und Apple zu den 30 Standardwerten des Dow-Jones-Index gehört.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Nachdem der Aktienkurs von Apple seit Anfang Mai um mehr als 13 Prozent zugelegt hat, fehlen beim Börsenwert von 920 Milliarden jetzt noch 80 Milliarden Dollar bis zur Billionen-Schwelle. Auf die Dimensionen von Apple übertragen ist das nicht mal ein Katzensprung. Mit einem weiteren Kursgewinn von nur neun Prozent würde Apple die Rekordmarke brechen. Am Donnerstag legte der Kurs zur Börseneröffnung leicht zu auf 187,76 Dollar, ein Plus von 0,2 Prozent.

          Der iPhone-Hersteller liegt in diesem Jahr unter den Technologiegiganten an der Börse nicht mal in Führung. Die Kurse des Online-Händlers Amazon und des Softwareherstellers Microsoft haben sich im Vergleich zum Jahresanfang besser entwickelt als Apple. Aber Apple hat im Mai eine fulminante Aufholjagd gestartet.

          Warren Buffett lobt Apples Geschäftsführung

          Auftakt waren stärker als erwartete Quartalsergebnisse, nachdem pessimistische Analysten an der Wall Street angesichts der satten Preise von 1000 Dollar und mehr für das neue Modell X mit nachlassendem Absatz von iPhones gerechnet hatten. Nachdem Apple ein Umsatzplus von 14 Prozent und Einnahmen von 52 Milliarden Dollar allein für die populären Smartphones gemeldet hatte, schrieb ein offenbar Eishockey-affiner Analyst zerknirscht, Apple habe seine vorsichtigen Prognosen auf die „Strafbank“ geschickt.

          APPLE

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          Apple kündigte dazu weitere Rückkäufe eigener Aktien im Volumen von 100 Milliarden Dollar an. Am vergangenen Freitag gab dann der Starinvestor und Multimilliardär Warren Buffett bekannt, dass seine Gesellschaft Berkshire Hathaway ihre Beteiligung an Apple im ersten Quartal kräftig aufgestockt hatte. Ende März hielt Berkshire Apple-Aktien im Wert von knapp 40,7 Milliarden Dollar – 12,5 Milliarden Dollar mehr als Ende Dezember. Apple ist nun mit Abstand die größte Beteiligung von Berkshire. Nach den Fondsgesellschaften Vanguard und Blackrock ist Berkshire der drittgrößte Aktionär von Apple.

          Dabei muss es nicht bleiben. In einem Fernsehinterview Anfang der Woche nach der Hauptversammlung von Berkshire lobte Buffett die Geschäftsführung von Apple und sagte, dass er das ganze Unternehmen kaufen würde, wenn er die Möglichkeit dazu hätte. An der Wall Street wurde das als Kaufempfehlung für die Aktien interpretiert. „Buffetts jüngste Aussagen suggerieren, das er seine schon große Position noch vergrößern könnte“, schrieb Analyst Toni Sacconaghi vom Wertpapierhaus Bernstein, der auch zu den Pessimisten gehört hatte, in einem aktuellen Bericht.

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