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Apple-Aktie : Der nächste Buffett-Milliarden-Gewinn

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Broker, die auf diesen Bildschirm schauen, freuen sich in der Regel: Monitor des Apple-Kurses an der Technologiebörse Nasdaq in New York. Bild: AP

Die jüngste Entwicklung bei Apple zeigt: Starinvestor Warren Buffett hat nach wie vor einen guten Riecher für Milliardengewinne. Was geht in Zukunft noch bei der Apple-Aktie?

          Apple hat am Donnerstag Finanzgeschichte geschrieben. Der Konzern hat als erstes amerikanisches Unternehmen den Börsenwert von einer Billion Dollar erreicht. Am Kursanstieg der vergangenen Tage und den vorherigen Wochen hat dabei vor allem ein Großinvestor viel Geld verdient: Warren Buffett.

          Seit der amerikanische Investment-Guru Anfang Mai mitgeteilt hatte, mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway groß bei Apple eingestiegen zu sein, ging der Aktienkurs von Apple schnell nach oben. Das Interesse der privaten Anleger an Apple wurde ein weiteres Mal geweckt. Denn dass Buffett in Apple groß einstieg, erstaunte viele.

          Lange fremdelte der legendäre Investor mit Tech-Aktien, mied diese regelrecht und investierte ausschließlich in Old-Economy-Branchen wie Eisenbahnunternehmen, Banken oder Traditions-Konzerne wie Coca-Cola. Die Aussage Buffets in einem Fernsehinterview, er sei in den letzten Jahren zu einem großen Fan von Apple geworden, war daher wie eine Art Adelung des iPhone-Konzerns.

          Wenn Buffett erzählt, hört die Wall Street zu

          Buffett machte etwas, was sich Anleger nur selten trauen. Er stieg bei Apple zu hohen Kursen ein, während manch Privatanleger vielleicht eher die nicht unbekannte Denkweise „die sind schon zu gut gelaufen“ mit der Apple-Aktie in Verbindung brachte.

          Fakt ist aber: Seit dem Bekanntwerden vom großen Buffett-Einstieg bei Apple hat der Kurs deutlich zugelegt. Allein im Mai lag das Plus bei 17,5 Prozent. Die bisherige Jahresperformance des iPhone-Papiers liegt Anfang August bei 25,41 Prozent – Tendenz wohl weiter steigend. Denn wenn ein Warren Buffett erzählt, wie er über Unternehmen denkt, dann hören sie an den Finanzmärkten genau hin.

          Apple

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          Warren Buffett ist vor allem von Apples hohen Gewinnspannen beeindruckt. Die Firma verdiene fast doppelt so viel, wie das zweitprofitabelste amerikanische Unternehmen, betonte der Investor einmal in einem Interview. Die jüngsten Quartalszahlen haben diese Aussage eindrucksvoll untermauert und zeigen auch: Der 87 Jahre alte Investor hat weiterhin an der Börse einen guten Riecher.

          Durch geschickte und glückliche Aktienengagements eben wie einen Apple-Deal wurde er steinreich. Seine Investitionsgesellschaft Berkshire Hathaway hält im Augenblick ungefähr 240 Millionen Apple-Aktien und ist damit der zweitgrößte Apple-Anteilseigner überhaupt. Buffett hat allein von Mai bis heute mit seiner Apple-Position knapp 20 Prozent verdient, die Depotposition ist um 7,8 Milliarden Dollar größer geworden.

          Nachrufe auf Steve Jobs vor einem Apple Store im Oktober 2011. Öffnen

          Einen Warren Buffet als Großaktionär zu haben, ist für jedes Unternehmen besser als diverse Analysteneinschätzungen. Das weiß auch Apple-Chef Tim Cook, der nach dem Buffett-Einstieg verlauten ließ, dass er und die Apple-Führung „außer sich vor Freude“ seien, einen Anleger wie Buffett so überzeugen zu können.

          Analysten glauben an die Apple-Geschichte

          Dass Apple nun beim Börsenwert die 1-Billion-Dollar-Grenze geknackt hat, zeigt aber auch welchen Stellenwert heute Technologie in unserer Welt hat und wie wichtig diese ebenso für die globale Wirtschaft ist. Apple ist das Zugpferd dieser Bewegung.

          Seitens der Analysten wird das ebenso gesehen. Es gibt derzeit kein Analysehaus, das zum Verkauf der Apple-Aktie rät. Dagegen wurden zuletzt nach dem 11,5 Milliarden-Dollar-Quartalsgewinn von vielen Analysten das Kursziel erhöht. Unter anderem hat RBC hat das Kursziel von 210 auf 225 Dollar angehoben, ebenso Canaccord Adams, die das Kursziel für Apple von 208 auf 220 Dollar erhöht haben. Auch die australische Investmentbank Macquarie hat das Kursziel von 202 auf 214 Dollar geändert.

          Neben den aktuellen Analysteneinschätzungen und dem Argument, einem legendären Investor wie Warren Buffett bei der Aktienanlage nachzueifern, gibt es weitere gute Gründe für ein langfristiges Apple-Investment.

          Aktie weiterhin günstig bewertet

          Die Aktie ist derzeit mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis im Jahr 2019 (2019er-KGV) von etwas mehr als 15 bewertet. Für ein Unternehmen, das unter dem Strich in einem Quartal so viel Geld verdient, wie manch Dax-Unternehmen an Umsatz im ganzen Jahr macht, eine sehr attraktive Bewertung.

          Hinzu kommt, dass Apple ein umfangreiches Aktienrückkauf-Programm in Höhe von 100 Milliarden Dollar angekündigt hat. Schon in den vergangenen Jahren hatte Apple seine Aktionäre bereits mit Dividenden und Aktienrückkäufen erfreut. Das hat einen einfachen Grund.

          Der Konzern sitzt auf einem riesigen Geldberg, von dem der größte Teil außerhalb der Vereinigten Staaten liegt. Apple will die Milliarden-Reserven nicht ins Heimatland bringen, weil dann Steuern von rund 35 Prozent fällig würden. Deshalb gibt es für Anteilseigner unter anderem Dividendenausschüttungen.

          Alles in allem dürfte die Apple-Aktie langfristig jedem Aktionär Freude bereiten. Die langfristige Perspektive ist für den erfolgsverwöhnten Konzern weiterhin sehr gut. Neue Produkte sowie neue Dienste dürften genügend positive Impulse für wieder steigende Kurse liefern.

          Kritiker der Apple-Aktie der vergangenen Jahre müssen sich derweil mit diesen Performance-Zahlen auseinandersetzen: Wer vor zehn Jahren in die Aktie des iPhone-Konzerns 10.000 Euro investiert hatte, kann heute eine Depotposition von über 107.000 Euro sein Eigen nennen. Auch wer erst vor zwei Jahren die gleiche Summe in Apple investiert hat, konnte seine Investition bis heute fast verdoppeln. Ein Warren Buffett weiß das.

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