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Renditen und Inflation : Unruhige Zeiten für Anleihen-Investoren

Europäische Zentralbank in Frankfurt Bild: dpa

Zu dem Problem magerer Zinsen gesellt sich immer mehr die Sorge vor Inflation. Zwar zeigen sich die Notenbanken noch freigebig, das könnte sich jedoch bald ändern. Höhere Erträge bietet zwar der Dollar-Raum, aber das ist riskant.

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          An das Umfeld magerer Zinsen haben sich Anleger hierzulande in all den Jahren schon fast gewöhnt oder besser gesagt gewöhnen müssen. Dies gilt auch für die oft mühsame Suche nach kleinen Lichtblicken unter den verzinslichen Wertpapieren. Dabei sind die Anleiherenditen nach einem zwischenzeitlichen leichten Anstieg im Euroraum zuletzt sogar wieder gesunken.

          Kerstin Papon
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Der Renditerückgang im breiten Markt habe sich in der zurückliegenden Woche fortgesetzt, stellen zum Beispiel die Analysten der DZ Bank fest. Dies gelte besonders für den Bereich der riskanteren, höherverzinslichen Anleihen mit schlechterer Bonität, der „High-Yield-Bonds“. Schon im Vorfeld der Sitzung der Europäischen Zentralbank am vergangenen Donnerstag sei dies im Handel zu beobachten gewesen – in der Erwartung, dass es weitere Maßnahmen gegen den Anstieg der Renditen geben werde. Dabei sei der Markt in gewisser Weise nicht enttäuscht worden, sagen die Zinsexperten der DZ Bank. Denn die Zentralbank wolle in Zukunft wieder mehr Anleihen im Rahmen ihres Pandemie-Kaufprogrammes (PEPP) für Staatstitel und Wertpapiere von Unternehmen erwerben. Dieses Vorhaben könnte einem abermaligen Renditeanstieg auf absehbare Zeit den Wind aus den Segeln nehmen oder zumindest dessen Dynamik deutlich verringern.

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