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Anlegerschutz bei CfDs : Neue Regeln für Differenzkontrakte mit Nebenwirkungen

Aktienhändler an der New Yorker Börse. Bild: AFP

Die Aufseher wollen unbedarfte Anleger vor CfD-Spekulation schützen. Doch manche weichen einfach aus - auf ausländische Anbieter, die die Regulierung schlicht ignorieren.

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          Seit dem 1. August gelten für bestimmte Derivate neue Vorschriften. Die europäische Regulierungsbehörde ESMA hat unter anderem die Handelsmöglichkeiten mit den sogenannten Differenzkontrakten (CfD) für Privatanleger spürbar eingeschränkt. Mit CfD spekulieren Anleger auf die Änderung von Preisen und kaufen nicht die Werte wie Aktien oder Währungen selbst. Daher muss der Preis der Anlage nicht bezahlt werden. Stattdessen wird nur eine kleine Sicherheitsleistung (Marge) hinterlegt. Dadurch lassen sich mit kleinen Beträgen hohe Gewinne erzielen – oder aber große Verluste machen.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Diese sogenannten Hebel wurden nun massiv beschränkt. So steigen die Sicherheitsleistungen. War es früher etwa möglich, für einen Kontrakt auf den Dax beim Stand von 12 700 Punkten nur 63,50 Euro zu bezahlen, müssen es heute mindestens 635 Euro sein. Gleichzeitig darf der Hebel nicht höher sein als das Dreißigfache.

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