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Container-Betrugsfall : Angebot für Ansprüche der P&R-Anleger

Viele Anleger haben mit einer P&R-Container-Anlage viel Geld verloren. Bild: dpa

Den Gläubigern des insolventen Container-Vermieters steht nun eine Möglichkeit offen, das missglückte Investment schnell ad acta zu legen.

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          Den rund 54 000 Gläubigern von P&R, dem insolventen Anbieter von Container-Investments, steht nun eine Möglichkeit offen, das missglückte Investment schnell ad acta zu legen. Der als Hedgefonds bekannte Vermögensverwalter York Capital unterbreitet den Betroffenen ein Angebot zum Erwerb ihrer Ansprüche.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          York bietet einen Preis von 14 Prozent der festzustellenden Insolvenzforderungen, die von den Insolvenzverwaltern Jaffé und Heinke seit April ermittelt und an die Investoren versandt wurden. Die Zahlung soll sofort und in bar erfolgen.

          Zudem bietet York an, die Anleger von etwaigen Rückforderungsansprüchen der Insolvenzverwalter auf Mietauszahlungen der Vergangenheit freizustellen. Investoren, die das Angebot annehmen, könnten diese Forderungen dann an York Capital weiterreichen, sagt Rechtsanwalt Wolfgang Schirp von der mit der Abwicklung betrauten Kanzlei Schirp & Partner.

          Investoren könnten natürlich darauf setzen, im Lauf des Insolvenzverfahrens einen größeren Teil ihrer Forderungen wieder einzubringen. Die Insolvenzverwalter hatten vor einigen Wochen (F.A.Z. vom 24. Oktober) vermeldet, sie rechneten mit einer Milliarde Euro zur Verteilung bei einem geschätzten Forderungsvolumen von etwas mehr als drei Milliarden Euro.

          „Es ist letztlich eine individuelle Entscheidung, die jeder Anleger für sich selbst treffen muss“, sagt Schirp. Immerhin sei es positiv, dass es nun diese Chance als Alternative zur weiteren Teilnahme am Insolvenzverfahren gebe. Angebote würden seit Mittwoch postalisch versandt. Anleger können auch über die Internetseiten der Kanzlei Kontakt aufnehmen.

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