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Analysten warnen : Türkische Lira auf Rekordtief

  • Aktualisiert am

Die türkische Lira ist stark angeschlagen. Bild: Picture-Alliance

Die Eskalation des Streits zwischen der Türkei und Amerika wegen eines inhaftierten Pastors setzt die türkische Währung und die Börse unter Druck. Analysten warnen bereits vor eine Zahlungskrise.

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          Nach den amerikanischen Sanktionen gegen zwei türkische Minister wegen eines in der Türkei festgehaltenen amerikanischen Pastors verschärft Ankara den Ton gegen Washington. Der von den Sanktionen betroffene Innenminister Süleyman Soylu forderte Washington am Donnerstag mit der Erklärung heraus, die Türkei werde den als Putschverschwörer gesuchten islamischen Prediger Fethullah Gülen aus den Vereinigten Staaten holen.

          Die Eskalation des Streits hat am Donnerstag die türkische Währung und die Börse unter Druck gesetzt. Die Lira sackte auf ein Rekordtief ab. Ein Dollar kostete im Gegenzug mit 5,09 Lira so viel wie noch nie. Der Leitindex der Börse in Istanbul gab mehr als drei Prozent 94.153 Zähler nach. „Die Sanktionen der amerikanischen Regierung gegen zwei türkische Minister haben Ängste am Markt geschürt, dass noch weitere Maßnahmen und entsprechende Gegenmaßnahmen folgen könnten“, sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. „Investoren mögen diese politische Eskalation nicht.“

          Türkei ist auf Kapitalgeber angewiesen

          Die tatsächlichen Folgen der Sanktionen gegenüber Innenminister Süleyman Soylu und Justizminister Abdulhamit Gül hielten sich für die türkische Wirtschaft bislang in Grenzen, erklärte DZ-Bank-Analyst Sören Hettler. Denn es sei bisher nur das in Amerika befindende Vermögen der Regierungsmitglieder eingefroren worden. Zudem sei es Unternehmen der Vereinigten Staaten untersagt worden, Geschäfte mit den Betroffenen zu machen.

          Problematisch wären für die Türkei aber Maßnahmen, die den Zugang zu den internationalen Finanzmärkten einschränkten, fügte Hettler hinzu. Die Türkei sei auf Kapitalgeber angewiesen und die bestehende Auslandsverschuldung sei zu einem wesentlichen Teil kurzfristig finanziert. Damit sei sie anfällig für einen Abzug von Kapital. Sollte dieser Fall eintreten, würde das Risiko einer Zahlungsbilanzkrise zunehmen

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