https://www.faz.net/-gv6-9nn5q

Schlechte zweite Jahreshälfte : Die Börsen spielen Rezessionsgefahr

Bei der Einreise in die Vereinigten Staaten stauen sich LKW auf Grund von Grenzkontrollen am mexikanischen Grenzübergang in Nuevo Laredo. Bild: Reuters

Auf ein gutes erstes Quartal folgt die Korrektur im zweiten. Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles brodelt es sowohl innen- als auch außenpolitisch. Analysten erwarten für die nächste Jahreshälfte keine Besserung.

          3 Min.

          In der deutschen Innenpolitik brodelt es nach dem Abgang von Andrea Nahles als SPD-Vorsitzende. Aber auch die Außenpolitik verheißt derzeit nichts Gutes und wirft seinen Schatten auf die Börsen. In der Nacht zum Samstag waren neue Vergeltungszölle der Chinesen auf amerikanische Waren im Wert von 60 Milliarden Dollar in Kraft getreten. Nun hat der amerikanische Präsident angekündigt, Zölle in Höhe von 25 Prozent auf sämtliche Importe aus Mexiko zu erheben, falls das Land die „Invasion Amerikas durch Drogendealer und illegale Immigranten“ nicht stoppe.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seit Jahresanfang sank der deutsche Leitindex Dax um 8 Prozent, der breit gestreute amerikanische Index S&P 500 notiert auf einem ähnlich hohen Niveau wie vor einem Jahr, fiel seit Anfang Mai jedoch um 6,6 Prozent. Die Eskalation treffe andere Länder stärker als China und Amerika selbst, sagt Gerhard Winzer, Chefvolkswirt der Vermögensverwaltung Erste Asset Management. Er glaube nicht an eine Einigung im Handelskonflikt, sondern an eine Ausweitung. Im ersten Quartal hatte man noch ein positives Handelsszenario im Blick, sagt Ingo Mainert, Chefanlagestratege für Mischstrategien in Europa bei Allianz Global Investors. „Es war ein sehr freundlicher Auftakt.“ Die Sommermonate werden aus seiner Sicht jedoch schwieriger. Die Anzeichen für einen konjunkturellen Abschwung würden sich verstärken, konstatiert er, auch wenn das nicht zwangsläufig in einer Rezession ende.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Ja, wohin fährt er denn: Der neue Bahnhof in Naivasha wird eröffnet.

          Bahnprojekt Kenia : Geht ein Zug nach Nirgendwo

          Eine Zugverbindung der kenianischen Hafenstadt Mombasa bis in Ugandas Hauptstadt Kampala: Das war der Plan von Kenias Regierungschef Kenyatta. Doch das Projekt droht spektakulär zu scheitern. Profitieren könnte China.
          Bram Schot

          F.A.Z. Exklusiv : So spart Audi gegen die Krise

          Rund 15 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren eingespart werden. Die Werke in Ingolstadt und Neckarsulm wird es wohl besonders hart treffen. Audi-Chef Schot sagt, er habe aber klare Vorstellungen, wie die Beschäftigung gesichert werden kann.