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Anleihenmarkt : Zehnjährige amerikanische Staatsanleihen auf dem höchsten Stand seit 2014

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Die Zinserhöhungsfantasien in Amerika wurden durch den Anstieg der Ölpreise ausgelöst. Bild: dpa

Spekulationen um anziehende Zinsen treiben die an den Finanzmärkten viel beachtete Rendite der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen immer weiter nach oben.

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          Am Montag erreichte die Rendite der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen mit 2,996 Prozent den höchsten Stand seit Anfang 2014 und war damit nur noch einen Hauch von der psychologisch wichtigen Marke von drei Prozent entfernt. Die für die Euro-Zone richtungsweisende Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe folgte dem Trend, sie stieg auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 0,639 Prozent.

          Ausgelöst wurden die jüngsten Zinserhöhungsfantasien durch den Anstieg der Ölpreise. „Jedes Mal, wenn man tanken geht, kostet Benzin wieder mehr und das bringt das Thema Inflation wieder auf den Tisch“, sagte DZ-Bank-Analyst Rene Albrecht. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich vergangene Woche auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 74,75 Dollar je Fass (159 Liter).

          Der Grund hierfür seien neben der Förderbremse der Opec-Staaten und Russlands drohende zusätzliche Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen die Export-Staaten Russland, Iran und Venezuela, sagte Anlagestratege Kerry Craig von der Vermögensverwaltung der Investment-Bank JPMorgan.

          Währungshüter in Amerika und der Euro-Zone schauen mit Argusaugen auf die Verbraucherpreise. Ziehen diese an, könnte es sie dazu bringen, die Zinsen zu erhöhen. Speziell in den Vereinigten Staaten rechnen einige Marktteilnehmer Analysten zufolge damit, dass die Notenbank Fed die Zinsen in diesem Jahr deshalb noch drei Mal erhöht statt der in Aussicht gestellten zwei Mal.

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