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Geldpolitik : Amerikas Notenbanker signalisieren weitere Zinserhöhungen

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Die Zeichen der Federal Reserve deuten auf eine restriktivere Geldpolitik. Bild: Reuters

Die amerikanische Notenbank Fed steuert weitere Zinserhöhungen an. Für die amerikanische Wirtschaft sieht sie zwei Risiken.

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          Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat angesichts der verbesserten Wirtschaftsaussichten weitere Zinserhöhungen signalisiert. „Alle Mitglieder“ halten weitere Schritte für notwendig, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 20. und 21. März hervorgeht. Die meisten sprachen sich für ein graduelles Vorgehen aus.

          Die amerikanische Notenbank hatte auf der letzten Sitzung den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 1,50 bis 1,75 Prozent angehoben. „Fast alle Mitglieder“ hätten sich damals für eine Leitzinserhöhung ausgesprochen. Einige wenige hätten jedoch vorgeschlagen abzuwarten, ob die Inflation anzieht.

          Man sei sich einig gewesen, dass die Konjunkturschwäche im ersten Quartal nur vorübergehend gewesen sei. Eine Gefahr sehe man in einem Handelskonflikt. Eine „starke Mehrheit“ im geldpolitischen Ausschuss (FOMC) sprach von einem Abwärtsrisiko für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten. Viele Mitglieder berichteten jedoch, dass ihre Kontakte in der Wirtschaft recht optimistisch seien. Zudem sollte die Finanzpolitik der aktuellen Regierung in den nächsten Jahren das Wirtschaftswachstum stützen.

          Ausrichtung der Geldpolitik müsse grundsätzlich restriktiver werden

          Alle Mitglieder seien sich einig, dass der wirtschaftliche Ausblick sich in den letzten Monaten verbessert habe, hieß es in dem Protokoll. Alle würden zudem einen Anstieg der Inflation prognostizieren. Eine Zahl von Mitgliedern seien zuversichtlicher, dass die Inflation den Zielwert von zwei Prozent mittelfristig erreiche. Diese Mitglieder hielten nun eine etwas stärkere Erhöhung der Leitzinsen als bisher erwartet für nötig.

          Mehrere Mitglieder forderten, dass die Ausrichtung der Geldpolitik grundsätzlich restriktiver werden müsse. Einige Mitglieder sprachen sich sogar dafür aus, dass sie neutral oder sogar dämpfend werden müsse und nicht mehr wie bisher stützend.

          Nach Einschätzung der Ökonomen von Capital Economics sorgt man sich in der Fed zunehmend über eine überhitzende Wirtschaft. Dies gelte vor allem wegen der lockeren Haushaltspolitik der amerikanischen Regierung. Im Gegensatz zur Mehrheit am Markt rechnet Capital Economics sogar mit drei weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr. Die Fed dürfte sich auch nicht vom zugespitzten Handelskonflikt zwischen China und den Vereinigten Staaten davon abbringen lassen.

          Der Eurokurs geriet nach der Veröffentlichung zunächst etwas unter Druck. Er machte seine Verluste größtenteils aber rasch wieder wett. Aktien- und Anleihekurse reagierten kaum auf die Veröffentlichung.

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