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Amerikas Geldpolitik : Fed ist bereit für die nächste Zinssenkung

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Fed-Chef Jerome Powell signalisiert angesichts negativer Folgen des Zollkonflikts und der mauen Weltwirtschaft die Bereitschaft zu einer weiteren Zinssenkung. Bild: dpa

Kommt es schon bald zu einer weiteren Leitzinssenkung in Amerika? Jüngste Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell lassen darauf schließen.

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          Angesichts negativer Folgen des Zollkonflikts und der mauen Weltwirtschaft signalisiert die amerikanische Notenbank Fed Bereitschaft zu einer weiteren Zinssenkung. Die Zentralbank werde „angemessen handeln“, um das Wachstum zu stützen, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag auf einer Wirtschaftskonferenz in Denver.

          Mit ähnlichen Formulierungen hatte Powell bereits die Märkte auf die beiden Zinssenkungen in diesem Jahr eingestimmt. Er betonte zugleich, die Fed lege sich niemals vorab auf einen Kurs fest und entscheide nach Datenlage „von Sitzung zu Sitzung“. Experten rechnen damit, dass die Fed Ende Oktober den dritten geldpolitischen Schritt nach unten in diesem Jahr folgen lassen wird. Die Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hat zuletzt im September den Leitzins auf die Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent heruntergesetzt.

          Powell signalisierte nun auch, dass die Fed ihre Bilanz wieder ausweiten und bald Maßnahmen beschließen wird, um dem Geldmarkt Impulse zu verleihen. Falls nötig, werde sie ihren geldpolitischen Werkzeugkasten „aggressiv nutzen“. Sein Stellvertreter Richard Clarida hatte bereits angekündigt, dass das Thema Bilanzausweitung im Oktober zur Sprache kommen werde. Jüngst musste die Fed erstmals seit der Finanzkrise am Geldmarkt intervenieren, um Liquiditätsengpässe zu lindern.

          Die Währungshüter hatten erst Ende Juli entschieden, den Abbau ihrer in den Jahren nach der Finanzkrise kräftig aufgeblähten Wertpapierbestände in der Bilanz im August vorzeitig abzubrechen. Zwischenzeitlich war das Portfolio der Notenbank auf rund 4,5 Billionen Dollar angewachsen. Mittlerweile wurde es auf rund 3,8 Billionen Dollar eingedampft.

          Die Fed fährt einen zusehends lockereren Kurs, da die weltgrößte Volkswirtschaft im Sog des Zollkonflikts bereits deutlich an Schwung verloren hat. Konjunkturbarometer deuten auf eine weitere Abkühlung hin: Demnach schrumpft die Industrie so stark wie seit 2009 nicht mehr. Der Chef des Fed-Bezirks Chicago, Charles Evans, sieht sich durch die eingetrübten Wirtschaftsaussichten in der Einschätzung bestätigt, dass die Fed richtigerweise auf einen eher konjunkturstimulierenden Kurs umgeschwenkt sei: „Ich denke, die Abwärtsrisiken überwiegen.“

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