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„Cloud Computing“ : Technologiegiganten übertreffen Erwartungen

Bei Alphabet kommt fast alles von Google

Alphabet steigerte den Umsatz um 24 Prozent auf 27,8 Milliarden Dollar, was leicht über den Erwartungen lag. Fast der gesamte Umsatz kommt von Google, wozu neben der gleichnamigen Suchmaschine auch Produkte wie das Handy-Betriebssystem Android oder die Videoseite Youtube gehören. 88 Prozent des Google-Umsatzes entfallen noch auf Werbung, aber die anderen Aktivitäten, wozu Cloud Computing und eigene Hardwareprodukte gehören, wachsen schneller. Ihr kombinierter Umsatz stieg um 40 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Google setzt in jüngster Zeit verstärkt auf eigene Hardware und hat zum Beispiel gerade erst eine neue Generation seiner Smartphone-Reihe „Pixel“ vorgestellt. Der Konzern hat auch das Assistenzsystem „Google Home“ und die damit verbundene Software „Google Assistant“ im Programm, Konkurrenzprodukte zu Amazons „Echo“-Assistenten und „Alexa“-Software. Google-Vorstandsvorsitzender Sundar Pichai sagte, sein Unternehmen betreibe das Hardwaregeschäft „sehr ernsthaft“.

Das Kerngeschäft mit Werbung ist offenbar von einer Kontroverse um Youtube in diesem Jahr nicht allzu sehr beeinträchtigt worden. Einige Werbekunden hatten Youtube boykottiert, nachdem Anzeigen neben antisemitischen und anderen extremistischen Inhalten aufgetaucht waren. Finanzchefin Porat sagte jetzt aber, die „überwältigende Mehrheit“ von Werbekunden sei Youtube die ganze Zeit treu geblieben, und viele von denjenigen, die abgesprungen seien, seien wieder zurück.

Neben Google hat Alphabet noch eine Reihe anderer Tochtergesellschaften wie das Medizintechnikunternehmen Verily, Nest, einen Anbieter von Haushaltsprodukten, die mit dem Internet verbunden sind oder Waymo, ein Spezialist für selbstfahrende Autos. Diese Einheiten bringen aber bislang nur sehr überschaubare Umsätze, im vergangenen Quartal waren es kombiniert 302 Millionen Dollar. Sie sind außerdem defizitär und erwirtschafteten einen Verlust von 812 Millionen Dollar.

Microsofts Umsatz stieg um 12 Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar, die Prognose von Analysten hatte bei 23,6 Milliarden Dollar gelegen. Zum Wachstum trug das im vergangenen Dezember übernommene Karrierenetzwerk Linkedin bei, das einen Umsatz von 1,1 Milliarden Dollar erzielte. Neben den Cloud-Aktivitäten schaffte Microsoft diesmal auch im angestammten Geschäft mit dem Betriebssystem Windows höhere Umsätze, auch im Geschäft mit dem hauseigenen Laptop der Surface-Reihe gab es Wachstum. Das Geschäft mit der Spielekonsole Xbox war dagegen einmal mehr rückläufig. Der Konzerngewinn lag bei 6,6 Milliarden Dollar, das Ergebnis je Aktie von 84 Cent war um 12 Cent besser als erwartet. Linkedin ist derzeit allerdings noch defizitär und brachte einen Betriebsverlust von 294 Millionen Dollar.

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