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Alibaba-Finanzsparte : Ant Group muss Auflagen erfüllen wie eine Bank

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Die freudigen Zeiten scheinen vorüber: Ein strahlender Jack Ma auf einem Technik-Treffen in Paris im Mai 2019 Bild: Reuters

Die chinesischen Aufsichtsbehörden haben zum Schlag gegen das Imperium des Milliardärs Jack Ma ausgeholt. Der Finanzdienstleister muss künftig gegen unfairen Wettbewerb und Liquiditätsrisiken seiner Finanzfonds vorgehen.

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          Die Alibaba-Finanzsparte Ant Group muss sich künftig als Finanzholding neu aufstellen und so strenge Auflagen wie eine Bank erfüllen. In einem neuen Schlag gegen das Unternehmens-Imperium des chinesischen Milliardärs Jack Ma ordneten die Aufsichtsbehörden am Montag in Peking eine umfassende Umstrukturierung des Fintech-Stars an, wie Staatsmedien berichteten. Der Finanzdienstleiter, dem auch der große mobile Bezahldienst Alipay gehört, muss ferner unfairen Wettbewerb und Liquiditätsrisiken seiner Finanzfonds beseitigen.

          Erst am Wochenende hatten Chinas Wettbewerbshüter eine Rekordstrafe in Höhe von 18 Milliarden Yuan (rund 2,3 Milliarden Euro) gegen Alibaba verhängt. Die größte Online-Handelsplattform der Welt habe ihre marktbeherrschende Position ausgenutzt, um Händler zu zwingen, ihre Waren exklusiv über Alibaba anzubieten, begründete die Marktaufsicht (SAMR) den Schritt. Es ist die bislang höchste Strafe der chinesischen Kartellbehörden gegen einen Internet-Konzern.

          Die Probleme für Alibaba begannen im Herbst, als der charismatische Gründer Ma kurz vor dem geplanten Börsengang der Ant Group die Finanzbehörden kritisiert hatte, Innovationen zu bremsen. Daraufhin ließen die Behörden das Debüt auf dem Parkett kurzfristig platzen. Es hatte der größte Börsengang aller Zeiten werden sollen.

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