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Erstaunliche Daten : Unternehmen kaufen die meisten ihrer Aktien selbst

  • -Aktualisiert am

Große Nachfrage: Apple, hier eine New Yorker Filiale, kaufte 2018 in großem Stil eigene Aktien. Bild: AFP

Nicht Privatanleger oder Fondsgesellschaften sind die größten Nachfrager nach Aktien – sondern die Unternehmen, zeigt eine Studie über den amerikanischen Kapitalmarkt. Dieser Investitionsnotstand hat tiefe Ursachen.

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          Wenn Unternehmen eigene Anteile über die Börse zurückkaufen, stellen sie das oft als Bonbon für ihre Aktionäre dar. Von Kurspflege ist dann gern die Rede. Anleger können da schnell den falschen Eindruck bekommen, es handele sich bei den Rückkaufaktionen um wohldosierte Einzelmaßnahmen zugunsten ihrer Depots. Der Umfang solcher Rückkäufe geht jedoch weit darüber hinaus und hat tiefere Ursachen.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Besonders bemerkenswerte Daten dazu hat am Freitag Torsten Slok vorgestellt, der Chefökonom des Wertpapierbereichs der Deutschen Bank. Demnach waren die Unternehmen auf dem amerikanischen Kapitalmarkt über die Jahre von 2009 bis 2019 hinweg mit weitem Abstand die wichtigsten Käufer ihrer eigenen Aktien. Heimische institutionelle Investoren und Anleger dagegen haben in dem betrachteten Zeitraum mehr Aktien verkauft als gekauft – statistisch gesprochen bewegt sich die Summe der Nettokäufe dieser beiden Gruppen jeweils im negativen Bereich. Lediglich ausländische Investoren haben in Summe etwas mehr amerikanische Aktien gekauft als verkauft.

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