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Aktienrückkäufe : Die Börse auf den Kopf gestellt

  • -Aktualisiert am

New York: Der Händler Andrew Silverman spricht während seiner Arbeit auf dem Parkett der Börse in ein Headset. Bild: dpa

In Amerika haben die Unternehmen die meisten ihrer Aktien selbst gekauft. Nachhaltig ist das nicht – denn Wert für Aktionäre und Volkswirtschaft entsteht nur, wenn mit dem Geld der Anleger neue Ideen entwickelt und neue Märkte erobert werden.

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          Bemerkenswerte Daten über den Kapitalmarkt in Amerika legen den Schluss nahe, dass seit vielen Jahren einiges ganz im Gegensatz zu dem verläuft, was wir über die Börse zu wissen glauben. Unternehmen begeben Aktien, um mit dem Geld der Anleger in neue Ideen und Geschäfte zu investieren. Das steht jedenfalls im Lehrbuch. Die Aktionäre handeln dann Tag für Tag mit den börsennotierten Unternehmensanteilen, so dass der Preis begehrter Aktien steigt und der von weniger beliebten Wertpapieren sinkt. In der Praxis jedoch kaufen die Unternehmen die meisten ihrer Aktien selbst. Und anders als im Lehrbuch geht die Nachfrage nach Anteilen börsennotierter Gesellschaften kaum von Anlegern aus.

          Laut einer aktuellen Schätzung haben amerikanische Unternehmen zwischen 2009 und 2019 Aktien im Volumen von 4000 Milliarden Dollar erworben, während amerikanische Profi-Investoren und Privatanleger im gleichen Zeitraum mehr Aktien verkauften als kauften. Gemessen wurden hier Nettopositionen, also Käufe abzüglich Verkäufe. Die Nettoposten der Investoren und Anleger waren demnach jeweils negativ. Lediglich die Aktiennachfrage ausländischer Investoren bewegte sich knapp über der Nulllinie. Auch in Europa sind Rückkäufe eigener Aktien durch börsennotierte Unternehmen an der Tagesordnung, doch spielen sie gemessen am Marktwert eine weniger dominante Rolle.

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