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Aktienmarkt-Umfrage : Hohe Erwartungen an 2020

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Seit dem Rekordhoch des Dax’ vor einigen Tagen hat die Stimmung an der Börse wieder einen Dämpfer bekommen. Bild: dpa

Nach dem guten Aktienjahr 2019 erwarteten vermögende Anleger laut einer Umfrage viel von 2020. Allerdings hat die Stimmung seitdem wieder einen Dämpfer erhalten.

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          Vermögende Privatpersonen und Unternehmer weltweit blicken laut einer Umfrage der Schweizer Bank UBS zu Beginn des Jahres 2020 optimistischer in die Zukunft. Sowohl Barmittelbestände als auch die Sorgen um die Politik im Inland nehmen ab, so die vierteljährliche Umfrage von UBS Global Wealth Management zur Anlegerstimmung.

          Laut der Umfrage, bei der vom 19. Dezember bis zum 12. Januar mehr als 4800 wohlhabende Anleger und Unternehmer in 19 Märkten befragt wurden, gaben 67 Prozent der Befragten an, hinsichtlich der Wirtschaft ihrer eigenen Region zuversichtlich gestimmt zu sein. Bei derselben Umfrage drei Monate zuvor waren es nur 61 Prozent. 60 Prozent äußerten sich zuversichtlich zur Weltwirtschaft, zuvor waren es nur 53 Prozent. Und 65 Prozent waren hinsichtlich der Aktienmärkte in ihrer Region zuversichtlich gestimmt, nach nur 56 Prozent zuvor, wobei die Barmittelbestände von 27 Prozent der Portfolios auf 25 Prozent fielen.

          Hohe Erwartungen

          Nach der starken Kursentwicklung im Jahr 2019 sind die Erwartungen der Anleger für 2020 hoch. 94 Prozent erwarteten positive Renditen, 44 Prozent sogar im zweistelligen Prozentbereich. Im vergangenen Jahr verzeichneten nur 5 Prozent der Befragten negative Erträge, 53 Prozent erzielten Erträge im zweistelligen Prozentbereich.

          In den Vereinigten Staaten hellte sich die Stimmung am meisten auf. 86 Prozent der Befragten waren hinsichtlich der Wirtschaft in ihrer Region zuversichtlich. Bei der vorherigen Umfrage waren es 55 Prozent gewesen. 64 Prozent äußerten sich zuversichtlich zum Aktienmarkt in ihrer Region, gegenüber 50 Prozent drei Monate zuvor.

          Ähnlich erlebten die Befragten in Asien die zweitstärkste Verbesserung und waren insgesamt am positivsten gestimmt: Mehr als 70 Prozent äußerten sich sowohl zur heimischen Wirtschaft als auch zum heimischen Aktienmarkt zuversichtlich.

          Politik bleibt Sorgenkind

          Zur Aufhellung der Stimmung in den Vereinigte Staaten und in Asien kam es nach einer Lockerung der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China. Diese löste bei den Anlegern zudem Begeisterung für Schwellenländer aus und ließ bestehende Bedenken in politischer Hinsicht abklingen. Dennoch erwarteten 67 Prozent der Unternehmer weltweit, dass die Handelsspannungen zwischen den Vereinigte Staaten und China in den nächsten fünf Jahren zunehmen oder gleich bleiben werden.

          In Europa waren die Anleger zu Beginn des Jahres ebenfalls wieder optimistischer. 57 Prozent äußerten sich zuversichtlich zum Aktienmarkt ihrer Region, nach nur 50 Prozent bei der vorherigen Umfrage. Der Anteil derjenigen, die sich zuversichtlich zur Wirtschaft ihrer Region äußerten, stieg leicht von 56 Prozent auf 58 Prozent an, bei Unternehmern von 62 Prozent auf 67 Prozent. Ähnlich wie in den Vereinigte Staaten sahen die Europäer die Politik ihres jeweiligen Landes als ihre größte Sorge an. Diese Angabe machten 42 Prozent der Befragten.

          Allerdings sind die Ergebnisse mit großer Vorsicht zu genießen. Zum einen ist die Begeisterung über die amerikanisch-chinesische Handelsvereinbarung verflogen, zum anderen hat der Ausbruch des Coronavirus in China für Unsicherheit gesorgt.

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