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Niedriger Börsenwert : Sind deutsche Banken jetzt ein Schnäppchen?

Dunkle Wolken ziehen über die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt hinweg. Bild: dpa

Die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank wirken günstig. Der Börsenwert ist aber auch wegen der schwachen Ertragskraft momentan so gering. Lohnt es sich jetzt, Aktien der Geldhäuser zu kaufen?

          3 Min.

          Der Einstieg des amerikanischen Hedgefonds Hudson Executive Capital bei der Deutschen Bank kann einen Wendepunkt darstellen. Wenn das Schlimmste an Rechtsstreitigkeiten und Altlasten schon verarbeitet ist und eine Zinswende wieder für mehr Erträge sorgt, dann kann es mit der Aktie von Deutschlands größter Bank nur noch aufwärtsgehen.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch am Dienstag ging es zeitweilig um 1,7 Prozent nach unten. Noch schlimmer erwischte es den Titel der Commerzbank, der sich um 3,7 Prozent verbilligte.

          Ob die Aktie einer Bank unterbewertet ist, hängt von den Gewinnaussichten ab. Die gängige Kennziffer am Aktienmarkt ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es zeigt an, ob die Aktie auf Basis der Ertragskraft des Unternehmens teuer ist. Gemessen daran kostet ein Euro für den in diesem Jahr erwarteten Gewinn der Commerzbank derzeit 11 Euro. Noch teurer ist die Deutsche Bank, wo das Kurs-Gewinn-Verhältnis fast 26 ausmacht. Im Vergleich dazu sind die Aktien der französischen BNP Paribas (KGV 7,6) oder Santander (8,7) deutlich günstiger.

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