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Aktienmarkt : An den Börsen herrscht Ausverkaufsstimmung

  • Aktualisiert am

Handelssaal der Frankfurter Börse (Archivbild) Bild: dpa

Die Furcht vor neuen Beschränkungen wegen steigender Coronavirus-Infektionen hat Europas Börsen auf Talfahrt geschickt. Das Risiko eines zweiten Lockdowns mache Investoren nervös, heißt es.

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          Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen einer neuen Corona-Infektionswelle hat den deutschen Aktienindex Dax am Montag schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der deutsche Leitindex weitete seine bereits Ende der vergangenen Woche erzielten Verluste deutlich aus und schloss 4,4 Prozent im Minus mit 12.542 Punkten. Für den M-Dax der mittelgroßen Börsenwerte ging es um 3,7 Prozent auf 26.500 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex Euro Stoxx 50 stand 3,8 Prozent tiefer. Laut Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader werden nun die steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa zum nächsten Störfaktor für die bereits ins Stocken geratene Aktienrally.

          Hierzulande erreichte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen einen Höchststand seit knapp fünf Monaten. Im Dax gab es am Montag nur Verlierer. Am Index-Ende sackten die Papiere der Deutschen Bank um rund 7 Prozent ab. Auch europaweit verzeichnete der Sektor herbe Einbußen. Grund dafür war die Aufdeckung vertraulicher Geldwäscheverdachtsmeldungen des amerikanischen Finanzministeriums über dubiose Zahlungsströme, die sogenannten „Fincen-Files“. In dem Bericht werden insbesondere JP Morgan, HSBC, Standard Chartered Bank, der Deutschen Bank und der Bank of New York Mellon Vorwürfe gemacht.

          Auch an der Wall Street eröffneten die großen Indizes im Minus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 2,5 Prozent auf 26.973 Punkte. Der breitere Aktienindex S&P 500 sank um 1,77 Prozent auf 3261 Punkte, und auch für den Technologieindex Nasdaq ging es um 1,6 Prozent nach unten auf 10.616 Punkte.

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