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Aktienmarkt : Angespannte Ruhe

Am Dienstag siegt es an der Deutschen Börse wieder freundlicher aus. Bild: dpa

Vogelwild zeigte sich der Dax am Dienstag. Zuerst ging es stark nach oben, dann nach unten. Zuletzt stabilisierte sich die Lage.

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          Nach dem abermaligen starken Kursverfall, vor allem an Wall Street, hatte der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zunächst deutlich erholt eröffnet. Der Standardwerteindex Dax legte zum Börsenstart 4,5 Prozent auf 9142 Punkte zu und klettert damit wieder über die Marke von 9000 Punkten. Auf diese Weise hatte der Dax seine Tagesverluste vom Montag fast wieder wettgemacht.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch die Herrlichkeit war 40 Minuten später schon wieder dahin und der Index notierte zunächst leicht im Minus, bevor es dann um 3,5 Prozent abwärts unter die Marke von 8500 Punkten ging. Mittlerweile schwankt der deutsche Standardwerteindex wieder um die Null-Linie.

          Der Grund ist stets ein und derselbe: In der Nacht waren die Kurse der Terminkontrakte auf die amerikanischen Indizes so stark gestiegen, dass diese nur von der oberen Kursgrenze aufgehalten wurden, die an der Chicagoer Börse gilt und damit auf knapp 4 Prozent begrenzt. Doch dann gaben diese wieder deutlich nach und indizierten abermals Kursverluste. Aktuell notiert der S&P-500-Index jedoch 1,6 Prozent höher bei 2424 Punkten.:

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          Die Chartexperten der UBS warnen vor zu viel Optimismus. Aufwärtskorrekturen seien jederzeit möglich und dürften auch kräftig ausfallen. Insgesamt aber weise der Index einen steilen Abwärtstrend mit hoher Dynamik auf. Falle die massive Unterstützung im Bereich zwischen 8000 und 8100 Punkten, sei ein Rückgang bis auf 7500 oder gar 7000 Punkte möglich. Ausgestanden ist eben noch gar nichts.

          Ein erstes Indiz mag der gemischte Handel in Asien gewesen sein. Während sich der australische Markt mit einem Plus von mehr als 5 Prozent vom Gemetzel des Montags erholte, legten der japanische Nikkei und Hongkongs Hang-Seng-Index nur leicht zu. Die Börsen in Südkorea und Taiwan gaben sogar mehr als 2 Prozent nach.

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          Alles in allem zeigen sich die Aktienmärkte extrem volatil, in einem Zustand von kalter Panik, die bei der kleinsten Hiobsbotschaft virulent werden kann. Ihnen ist das (übermäßige) Selbstvertrauen abhanden gekommen - eine gute Voraussetzung für eine Stabilisierung.

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