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Lieferdienste : Aktie von Delivery Hero gefragt

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Delivery Hero will in Berlin bleiben - auch wenn man das Deutschlandgeschäft verkauft. Bild: Reuters

Gute Zahlen lassen am Mittwoch den Aktienkurs von Delivery Hero steigen. Das Geschäftsmodell lockt.

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          Um bis zu 6 Prozent stieg am Mittwoch der Aktienkurs des Essenslieferanten Delivery Hero. Der Umsatz kletterte 2018 ohne das vor dem Verkauf stehende Deutschland-Geschäft um 65 Prozent auf 687 Millionen Euro, teilte das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Bereinigt um Währungseffekte betrug das Plus 77 Prozent.

          Einschließlich des Deutschlandgeschäfts erreichten die Erlöse 792 Millionen Euro. Damit übertraf Delivery Hero die eigene Prognose und die Erwartungen der Experten. Die bereinigte operative Marge soll minus 18 Prozent liegen.

          Der Essenszusteller hatte im Dezember angekündigt, sein Deutschland-Geschäft für rund 930 Millionen Euro an den niederländischen Konkurrenten Takeaway.com zu verkaufen. Dies beinhaltete das operative Geschäft der Marken Lieferheld, Pizza.de und Foodora in Deutschland. Takeaway.com ist die Muttergesellschaft des deutschen Wettbewerbers Lieferando. Konzernchef Niklas Östberg will den Hauptsitz des Unternehmens jedoch weiter in Berlin belassen, wie er am Mittwoch in einer Telefonkonferenz sagte: „Wir bleiben in Berlin. Das ist ein deutsches Unternehmen.“

          DELIVERY HERO SE NA O.N.

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          Die wichtigsten Märkte für Delivery Hero liegen Östberg zufolge künftig in Nahost und Nordafrika. Neben der Türkei, Kuwait und Saudi-Arabien machten die Berliner auch in Südkorea gute Geschäfte. Ein Einstieg in neue Märkte sei jedoch vorerst nicht geplant. Zu möglichen  Zukäufen wollte Östberg keine Angaben machen. Ziel sei, aus dem Essenslieferanten einen „deutschen Technologie-Spitzenreiter“ zu machen.

          Analyst Marcus Diebel von der Bank JP Morgan bezeichnete das vierte Quartal des Essenslieferanten als sehr solide. Wie erwartet sei zudem der Ausblick bekräftigt worden. Auch Analyst Christoph Bast vom Bankhaus Lampe äußerte sich positiv. Delivery Hero habe abermals seine Schätzungen und die Umsatzerwartungen übertroffen, schrieb er. „Dies wurde durch ein stärker als erwartetes Wachstum in der Region Nahost/Nordafrika (MENA) sowie auf dem amerikanischen Kontinent erzielt, wohingegen Asien und Europa leicht hinter unserer und der Konsensschätzung blieb“, erklärte er.

          Für 2019 erwartet Delivery Hero Erlöse in Höhe von 1,08 bis 1,15 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Verlust soll zwischen 270 und 320 Millionen Euro betragen. Die Planung schließe nun zusätzlich geplante Investitionen von bis zu 250 Millionen Euro ein. Diese sollen unter anderem genutzt werden, um die Marktchancen vor allem in Asien und Lateinamerika auszubauen und Produkte zu verbessern. Ausführliche Zahlen für 2018 will Delivery Hero am 25. April veröffentlichen.

          Analysten rechnen bis einschließlich 2019 mit steigenden Verlusten je Aktie. Das soll sich 2020 aber deutlich ändern. Mit einer Marktkapitalisierung von 6,7 Milliarden Euro ist Delivery Hero mit etwa dem Zehnfachen seines Umsatzes von 2018 und dem Sechsfachen des Umsatzes von 2019 bewertet.

          JUST EAT TAKEAWAY. EO-,04

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          Entscheidend ist, wie gut es dem Unternehmen auf seinen Märkten gelingt, sich zum einen als führende Adresse für Essensbestellungen zu etablieren und zum anderen eine kritische Größe zu erreichen. Dann können Investitionen ins Wachstum verringert und über die Verteilung der Margen bestimmt werden. Für Aktionäre ist dies eine verlockende Perspektive.

          Die Konkurrenz von Takeaway.com und Just eat ist allerdings schon ein Stück weiter. Zwar ist Takeaway mit dem Achteinhalbfachen des für 2019 prognostizierten Umsatzes bewertet, soll aber in diesem Jahr profitabel werden. Just eat ist schon profitabel und nur mit dem 5,4-fachen des Umsatzes bewertet.

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