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Aixtron-Aktie : Lukrative Beschichtung fürs Depot

Auf einem beschichteten Siliziumwafer sind bereits die ersten Umrisse der Chips zu sehen Bild: Reuters

Der deutsche Chip-Zulieferer Aixtron hat zum zweiten Mal seine Jahresprognose nach oben korrigiert. Anleger honorierten das.

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          Bei Chips denken viele zuerst an Intel, TSMC oder ASML. Doch auch der deutsche Spezialanlagenbauer Aixtron aus dem nordrhein-westfälischen Herzogenrath, der Maschinen für die Beschichtung von Halbleiterwafern fertigt, profitiert von der Entwicklung in der Chipindus­trie. 1983 hatten Holger Jürgensen und Meino Heyen das sogenannte MOCVD-Verfahren entwickelt und im selben Jahr zusammen mit Heinrich Schumann Aixtron gegründet. Mit diesem Verfahren können einkristalline Schichten auf einen Halbleiterwafer aufgebracht werden. Heute ist das Unternehmen nach eigenen Angaben Weltmarktführer im Bereich MOCVD-Technologie und unterhält Niederlassungen in China, Großbritannien, Schweden und den USA. Diese Methode hat unter anderem den Vorteil, dass im Vergleich zu anderen Verfahren größere Flächen produziert werden können, was die Herstellung günstiger macht.

          Madeleine Brühl
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Mittlerweile wird Aixtron von Felix J. Grawert geführt, der den Halbleiter-Zulieferer glimpflich durch die Pandemie brachte. Negative Auswirkungen be­schränkten sich auf vereinzelte Verzögerungen bei der Installation von Anlagen. Gleichzeitig machen sich ähnlich wie bei ASML, Applied Materials oder Lam Research der Chipmangel und der damit verbundene Ausbau der Produktionskapazitäten vieler Hersteller in den Auftragsbüchern bemerkbar.

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