https://www.faz.net/-gv6-9ahp8

Neues Bezahlsystem „Adyen“ : Das niederländische Einhorn geht an die Börse

Entspannter Paypal-Jäger: Pieter van der Does, einer der zwei Gründer von Adyen. Bild: Bloomberg

Internetpioniere wie Mark Zuckerberg haben schon Aktien von Adyen. Bald können auch Privatanleger Paypals Rivalen kaufen.

          3 Min.

          Wer seinen Kontoauszug genau anschaut, entdeckt vielleicht den Namen Adyen. Das Unternehmen aus den Niederlanden wickelt hierzulande unter anderem die Zahlungen für den Fernbusanbieter Flixbus und die Streamingdienste Spotify und Netflix ab. Es gehört zu den wenigen europäischen Fintechs, die auf einen Marktwert von mehr als 1 Milliarde Dollar kommen.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zu der guten Handvoll europäischer Einhörner (so bezeichnet man junge Unternehmen mit einem Wert von mindestens 1 Milliarde Dollar) aus dem Finanzbereich (Fintech) wie Markit, Transfer-Wise, Funding Circle, Klarna und Revolut gehört Adyen seit Dezember 2014. Damals kauften Investoren, darunter die amerikanischen Beteiligungsgesellschaften Index Ventures und Atlantic, zu einem Unternehmenswert von 1,7 Milliarden Dollar Adyen-Aktien. Im September 2015 dann beteiligten sich unter anderen Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der Linkedin-Mitgründer Reid Hoffman und der Twitter-Erfinder Jack Dorsey an dem niederländischen Einhorn und akzeptierten einen Unternehmenswert von 2,3 Milliarden Dollar. Jetzt öffnet sich Adyen auch für Privatanleger. Der Zahlungsabwickler kündigte am Donnerstag seinen Börsengang in Amsterdam an. Läuft alles glatt, dürfte im Juli Börsenpremiere sein. Wer vorbörslich Aktien bestellt, wird wohl einen Unternehmenswert zwischen 6 und 9 Milliarden Euro akzeptieren müssen. Genau kann man das erst sagen, wenn Adyen in Gesprächen mit Fondsgesellschaften und Versicherern deren Preisvorstellungen ausgelotet hat. Das dürfte mit Hilfe der Investmentbanken Morgan Stanley und JP Morgan in den kommenden vier Wochen passieren. Adyen will in einem ersten Schritt rund 15 Prozent der Aktien über die Börse verkaufen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+