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Adler Real Estate kauft Ado : Anlegern missfällt Immobilienhochzeit

  • Aktualisiert am

Wohnungen von Adler Real Estate in Berlin Bild: Adler Real Estate

Der Immobilienkonzern Adler Real Estate übernimmt den Großteil des Branchenkollegen Ado Properties. Anlegern missfällt es für beide.

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          Das Immobilienunternehmen Adler Real Estate kauft den israelischen Branchennachbar Ado Group. Wie Adler am Montag mitteilte, habe sich das Management mit der Ado Group geeinigt. Diese ist größter Aktionär des Wohnimmobilienunternehmes Ado Properties, dessen Aktie wie die von Adler Real Estate im Kleinwerteindex S-Dax notiert ist.

          Adler zahlt 708 Millionen Euro für 33 Prozent an der vor allem am Berliner Immobilienmarkt investierten Ado Properties. Ein Zeitpunkt für den Abschluss der Übernahme wurde nicht genannt.

          Der Aktienkurs von Adler Real Estate geriet kräftig unter Druck und fiel um zuletzt 13 Prozent auf das tiefste Niveau seit Juli 2016. Auch der Kurs von Ado Properties gab nach anfänglichen Zugewinnen zuletzt um fast 5 Prozent auf 37,50 Euro nach. Laut Analyst Thomas Rothaeusler von der Investmentbank Jefferies lässt die Übernahme positive Rückschlüsse auf die Bewertung der Ado Properties zu.

          Die Transaktion werde zunächst durch einen Akquisitionskredit finanziert, teilte Adler weiter mit. Die Refinanzierung erfolge dann über eine Kapitalerhöhung, Verkaufserlöse sowie Fremdkapital.

          Der Erwerb erfolge zu einem attraktiven Kaufpreis unterhalb des Nettovermögenswerts der Ado Group  sagte Co-Unternehmenschef Tomas de Vargas Machuca. Durch die Transaktion werde auf Basis einer Vollkonsolidierung ein Wohnungsunternehmen mit einem Immobilienportfolio im Wert von 9,4 Milliarden Euro geschaffen. Auf dieser Basis würden die Nettomieteinnahmen 366 Millionen Euro und der operative Gewinn zwischen 130 bis 140 Millionen Euro betragen. Adler werde angesichts eines durch die Übernahme reduzierten Verschuldungsgrads eine andere Dividendenpolitik für das laufende Geschäftsjahr prüfen, kündigte Co-Chef Maximilian Rienecker. Insgesamt besitzen Adler und Ado 81.722 Wohnungen.

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