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Für Immobilienaktien : Was der Abschied von der Zinswende bedeutet

Der Bauboom geht weiter und auch die Mieten steigen ungebremst – Unternehmen wie Vonovia profitieren. Bild: Rainer Wohlfahrt

An den Finanzmärkten wird keine Zinserhöhung der EZB in diesem Jahr mehr erwartet. Das hat offenbar eine befreiende Wirkung auf Immobilien-Anleger.

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          Ein regelrechter Einbruch der Zinserwartungen hat seit Jahresanfang die Immobilienaktien und offenen Immobilienfonds in Deutschland beflügelt. Waren es noch Ende vorigen Jahres nur einzelne Ökonomen gewesen, die meinten, Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), werde ohne jede Veränderung der Leitzinsen Ende Oktober aus dem Amt scheiden und die erste Zinserhöhung in Europa werde es, wenn überhaupt, erst irgendwann im nächsten Jahres geben, so ist das mittlerweile weitgehend Konsens an den Finanzmärkten.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          In einer F.A.Z.-Umfrage unter zwei Dutzend Banken gaben viele Institute an, genau aus diesem Grund in den vergangenen Tagen auch ihre Prognose für die Kapitalmarktzinsen in Deutschland deutlich gesenkt zu haben. Für die Rendite der Bundesanleihe mit zehn Jahren Laufzeit hatten die befragten Banken noch zum Jahreswechsel im Durchschnitt eine Rendite von 0,8 Prozent für Ende 2019 erwartet – jetzt sind es im Durchschnitt lediglich noch 0,5 Prozent, manche rechnen sogar nur mit 0,25 Prozent. Und für die nächsten Wochen hält beispielsweise die Deutsche Bank sogar eine negative Rendite vorübergehend für möglich.

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