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Abgang von Finanzchef Ahuja : Tesla nachbörslich unter Druck

  • Aktualisiert am

Ein Tesla Model 3 Bild: AFP

Die Geschäftszahlen von Tesla konnten am Mittwochabend nicht so recht überzeugen. Der nebenbei erwähnte, abermalige Abgang von Finanzchef Ahuja fiel daher um so stärker negativ ins Gewicht.

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          Der amerikanische Elektroautobauer Tesla hat ein weiteres Quartal mit schwarzen Zahlen abgeschlossen, aber weniger verdient als erwartet. Vor allem aber teilte Firmenchef Elon Musk nach Börsenschluss mit, dass Finanzvorstand Deepak Ahuja das Unternehmen verlassen wird. Anleger reagierten nervös, der Aktienkurs sank im nachbörslichen Handel um knapp fünf Prozent.

          In den drei Monaten bis Ende Dezember stand unterm Strich ein Gewinn von 139,5 Millionen Dollar (121,5 Mio Euro). Verglichen mit dem Vorjahr, als noch Verlust anfiel, ist das zwar ein großer Fortschritt. Dennoch hatten Analysten mit einem höheren Ergebnis gerechnet. Immerhin: Angetrieben vom reißenden Absatz des Model 3 stiegen die Erlöse um fast 120 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar.

          Im laufenden Quartal rechnet Musk nur mit einem „sehr kleinen Nettogewinn“, will aber im laufenden Jahr in jedem einzelnen Quartal Gewinn machen.

          Tesla

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          Die eher wenig herausragenden Zahlen konnten an der Börse nicht überzeugen. Daher schlug den Anlegern der Abgang von Finanzvorstand Ahuja eher aufs Gemüt, der die Firma schon einmal zwischen 2015 und 2017 verlassen hatte. Einen genauen Zeitpunkt für den Rücktritt nannte Musk nicht. Zum Nachfolger wurde Stellvertreter Zach Kirkhorn befördert.

          Für Tesla, das ohnehin von einem Manager-Exodus gebeutelt ist, ist der Verlust schmerzhaft. Ahuja führte das Unternehmen bereits durch einige schwierige Phasen, in denen die Mittel mitunter ausgesprochen knapp waren.

          Bloomberg-Kolumnist Liam Denning beklagt allerdings auch, dass Tesla netto deutlich desinvestiert hat. Dies sei seltsam für ein Unternehmen, das in der Zukunft stark wachsen wolle, eine riesige Fabrik in China bauen und neue Modelle auf den Markt bringen wolle. Teslas Investitionsverhalten sei das Gleiche wie das von General Motors.

          Der verbesserte Mittelzufluss stamme zu mehr als der Hälfte aus eben diesen verringerten Investitionen. Obendrein habe Tesla auch die Betriebsausgaben verringert, angeblich weil man deutlich effizienter geworden sei. Auch merkt Denning kritisch an, dass der Abgang von Ahuja nur ganz am Ende der Telefonkonferenz erwähnt wurde.

          Schon lange empfiehlt nur eine Minderheit der Analysten die Tesla-Aktie zum Kauf, die Verkaufsempfehlungen überwiegen sogar.  Allerdings liegen die Meinungen weit auseinander, die jüngsten genannten Kursziele reichen von 100 bis 465 Dollar, also +/- 60 Prozent.

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