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Finanzmarkt : Leichte Konsolidierung nach Anfangsgewinnen

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Der Dax hat am Dienstag zum Handelsstart an seine Vortagesgewinne angeknüpft, ging jedoch rasch in eine leichte Konsolidierungsbewegung über. Analysten rechnen wegen des „eher holprigen späten Handels“ an den amerikanischen Börsen mit einer gewissen Nervosität der Anleger.

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          Der Dax hat am Dienstag zum Handelsstart an seine Vortagesgewinne angeknüpft, ging jedoch rasch in eine leichte Konsolidierungsbewegung über. Er liegt im frühen Handel mit einem leichten Minus von 0,12 Prozent bei 5.847 Punkten, hat sein am vergangenen Freitag erzieltes Zwölfmonatshoch von 5.885 Punkten jedoch nicht aus dem Visier verloren. Der MDax der mittelgroßen Werte gibt um 0,15 Prozent auf 7.577 Zähler nach und der TecDax stieg um 0,08 Prozent auf 772,67 Punkte.

          Analyst James Hughes von CMC Markets rechnet wegen des „eher holprigen späten Handels“ an den amerikanischen Börsen mit einer gewissen Nervosität der Anleger. Die Vorgaben der Börsen aus Übersee sind allerdings insgesamt gesehen tendenziell positiv: Der amerikanische Leitindex Dow Jones hatte tags zuvor mit deutlichen Kursgewinnen erneut über der psychologisch wichtigen Marke von 10.000-Punkten geschlossen und der Dow-Future legte bis zum Morgen ebenfalls zu. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index knapp ein Prozent im Plus.

          Während die Berichtssaison in den Vereinigten Staaten weiter an Fahrt aufnimmt und Unternehmen wie Pfizer und Yahoo mit Zahlen auf der Agenda stehen, bleibt es am deutschen Markt bislang noch weitgehend ruhig. Impulse werden so insbesondere von den am Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden Daten zum amerikanische Häusermarkt und den Erzeugerpreisen erwartet.

          Deutsche Anleihen: Kaum verändert zum Start

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Dienstag nahezu unverändert in den Handel gestartet. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen geringfügig um 0,01 Prozent auf 121,31 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,297 Prozent. Experten rechnen am Dienstag mit einer schwächeren Tendenz am Rentenmarkt. Die stärksten Impulse dürften erneut vom Aktienmarkt kommen, heißt es bei der HSH Nordbank. Die Dividendentitel sollten weiterhin freundlich tendieren und damit die Staatspapiere unter Druck setzen. Den Bund-Future sieht die Landesbank zwischen 121,00 und 121,60 Punkten.

          Devisen: Euro steigt knapp unter 1,50 Dollar

          Der Euro ist am Dienstag knapp unter die Marke von 1,50 amerikanische Dollar gestiegen. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,4994 Dollar. Zuletzt war der Euro Mitte August 2008 über 1,50 Dollar geklettert. Ein Dollar kostete am Dienstag 0,6669 Euro. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,4918 (Freitag: 1,4869) Dollar festgesetzt. Bereits in der vergangenen Woche war der Euro mehrmals an der Marke von 1,50 Dollar gescheitert. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hält ein Durchbrechen der psychologisch wichtigen Marke zwar nach wie vor für möglich. Die Aufwärtsdynamik habe aber etwas an Kraft verloren. Datenseitig dürften am Dienstag neue Zahlen vom krisengeschüttelten amerikanische Immobilienmarkt im Blickpunkt stehen.

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