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Finanzmarkt : Deutscher Aktienmarkt startet freundlich

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Amerikanische Anleihen notieren im späten Geschäft wenig verändert

Mit kaum veränderten Kursen haben sich die amerikanischen Anleihen am Donnerstag im späten Verlauf in New York gezeigt. Die Anleger hätten sich im Vorfeld des am Freitag anstehenden amerikanischen Arbeitsmarkberichts positioniert, hieß es zur Begründung. Positiv ienterpretierte Konjunkturdaten hatten über weite Strecken des Handels aber das Sentiment belastet. Sowohl die amerikanische Produktivität im dritten Quartal, als auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen über den Erwartungen des Marktes. Letztere wurden vor allem mit Blick auf den am Freitag anstehenden offiziellen amerikanische Arbeitsmarktbericht für Oktober mit Spannung erwartet.

Zehnjährige Staatsanleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent stiegen um 4/32 auf 100-26/32 und rentierten mit 3,526 Prozent. Die mit 4,500 Prozent verzinste 30-jährige Staatsanleihe ging unverändert mit 101-21/32 aus dem Handel, ihre Rendite lag bei 4,399 Prozent. Der amerikanische Arbeitsmarktbericht sei der Höhepunkt einer recht turbulenten Woche, in der vor allem die amerikanische Zinsentscheidung am Vortag im Mittelpunkt stand. „Die Fed befindet sich weiter in einer abwartenden Haltung“, sagte ein Teilnehmer. Er wies zudem darauf hin, dass einige Investoren nach der Zinsentscheidung wieder mit dem Kauf von Anleihen begonnen hätten.

Derzeit lautet die Konsensprognose für die Arbeitsmarktdaten Oktober auf einen Rückgang von 175.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Allerdings deute die überraschend kräftig gefallene Beschäftigungskomponente des ISM-Index für den Dienstleistungssektor auf schlechtere Zahlen hin. Die Ökonomen der BNP Paribas haben ihre Prognose vor diesem Hintergrund auf ein Minus von 200.000 erhöht, nachdem sie zuvor einen Rückgang um 175.000 erwartet hatten. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen der amerikanische Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 31. Oktober dagegen unerwartet kräftig um 20.000 gefallen. Ökonomen hatten einen Rückgang um lediglich 5.000 erwartet. Trotz des deutlichen Rückgangs befänden sich die Erstanträge aber noch immer auf einem hohen Niveau so Beobachter. Dies zeige, dass eine Erholung am amerikanische Arbeitsmarkt weiterhin auf sich warten lasse. Die Produktivität ex Agrar hat sich im dritten Quartal stärker erhöht als erwartet, während die Lohnstückkosten ihren Abwärtstrend fortsetzten. So stieg die Produktivität nach vorläufiger Rechnung um annualisiert 9,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und verzeichnete damit den stärksten Zuwachs seit sechs Jahren. Volkswirte hatten mit einem Produktivitätszuwachs von 7,0 Prozent gerechnet.

Lateinamerikas Börsen schließen uneinheitlich

Die drei Hauptbörsen in Lateinamerika haben sich am Donnerstag unterschiedlich entwickelt. Im brasilianischen São Paulo stieg der Aktien-Index Bovespa um 903.15 Punkte oder 1,41 Prozent auf 64 815,72 Zähler. Auch in Mexiko-Stadt endete der Aktienhandel im Plus. Der IPC-Index stieg um 304,83 Punkte oder 1,04 Prozent auf 29 735,34 Zähler. Der Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gab dagegen um 19,73 Zähler oder 0,88 Prozent auf 2222,81 Punkte nach.

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