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Finanzmarkt : Dax startet im Plus

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Der Dax hat das neue Quartal mit Kursaufschlägen begonnen. Unter Druck stehen Solarwerte nach einem Bericht, wonach sich die FDP in einer künftigen gelb-schwarzen Koalition für eine deutliche Kürzung der Solarstromförderung starkmachen will.

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          Der Dax hat das neue Quartal mit Kursaufschlägen begonnen. Der deutsche Leitindex notierte am Donnerstag 0,6 Prozent höher bei 5708 Punkten. Für den MDax mittelgroßer Werte geht es um 0,4 Prozent auf 7391 Punkte nach oben und trotz Kursverlusten der Solarwerte für den Technologie- Auswahlindex TecDax um 0,2 Prozent auf 759 Zähler.

          MAN-Aktien verzeichnen Aufschläge von 1 Prozent. Börsianer erklärte das Plus mit einer Mitteilung von Mittwochabend, wonach die Fondsgesellschaft Invesco Mitte September gut 10 Prozent der Anteile an dem LKW-Bauer hält. Das sei eine Überraschung und könne Spekulationen entfachen, sagt ein Händler.

          Unter Druck stehen Solarwerte nach einem Bericht des Handelsblatts, wonach sich die FDP in einer künftigen gelb-schwarzen Koalition für eine deutliche Kürzung der Solarstromförderung starkmachen will. Solarworld geben 1,2 Prozent nach, SMA Solar notieren 0,8 Prozent tiefer, Phoenix Solar 2,4 Prozent.

          Deutsche Anleihen tendieren schwächer

          Die deutschen Anleihen tendieren am Donnerstag etwas schwächer. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sinkt um 21 Basispunkte auf 121,67 Prozent, der Bobl- Future um 11 Basispunkte auf 115,44 Prozent.

          Trotz des schwächeren Handelsauftakts rechnen Experten am Donnerstag mit einer freundlichen Tendenz. Technische Faktoren deuteten weiter nach Norden, heißt es bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Datenseitig dürfte vor allem der ISM-Einkaufsmanagerindex aus den Vereinigten Staaten im Blick stehen. Den Bund-Future sieht die Helaba zwischen 121,40 und 122,20 Punkten.

          Eurogruppe diskutiert starken Euro

          Der Euro ist am Donnerstag nach Aussagen von EU-Währungskommissar Joaquín Almunia spürbar unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung sank im frühen Handel deutlich unter die Marke von 1,46 amerikanischen Dollar und kostete zuletzt 1,4550 Dollar.

          Almunia hatte mit Blick auf ein Treffen der sieben größten Wirtschaftsnationen (G7) am Rande der laufenden Tagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Istanbul gesagt, die Eurogruppe diskutiere derzeit den starken Euro. Die Eurogruppe ist ein informelles Gremium der Euroraum-Länder, das sich mit wirtschaftspolitischen Fragen beschäftigt. Nach den Äußerungen Almunias gab der Euro um fast einen ganzen Cent nach.

          Konjunktursorgen drücken Aktienkurse in Fernost

          Die Aktienmärkte in Fernost haben sich am Donnerstag schwächer präsentiert. In Japan schloss der Nikkei auf seinem tiefsten Stand seit zwei Monaten. Analysten befürchteten, dass der Leitindex Nikkei auch unter die Marke von 9000 Zählern fallen könnte. Vor allem Konjunktursorgen belasteten den Markt. Die neue japanische Regierung hat die Anleger verunsichert. Exportwerte litten unter dem starken Yen.

          Der Index der 225 führenden Werte ging mit einem Minus von 1,5 Prozent und 9978 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 1,5 Prozent tiefer auf 896 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Singapur notierten schwächer. In Südkorea drückten vor allem die Autowerte den Leitindex ins Minus. Die Märkte in Taiwan tendierten hingegen fester. Die Börsen in China waren wegen eines Feiertages geschlossen.

          „Was der Markt am meisten hasst, ist Unsicherheit“, sagte Ökonom Masaru Hamasaki von Toyota Asset Management. Es sei nicht klar, welche Richtung die neue Regierung bei ihrer Politik einschlagen werde. Die Kürzungen bei den Staatsausgaben seien keine guten Nachrichten für die Börsen. Wenig Einfluss ging von dem Konjunkturbericht der japanischen Notenbank aus. Demnach hat sich die Stimmung in der Wirtschaft Japans erholt. Damit barg der Tankan-Bericht keine Überraschung.

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