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Finanzmarkt : Dax - nach Anfangsverlusten freundlich

  • Aktualisiert am

Der deutsche Aktienmarkt startet zum Wochenschluss am Freitag mit leichten Abschlägen in den Handel, holte diese jedoch rasch auf. Nach den ersten Handelsminuten liegt er mit 0,4 Prozent im Plus.

          12 Min.

          Etwas fester tendiert Dax am Freitag im frühen Handel. Kleinere Gewinnmitnahmen gleich nach Eröffnung seien sofort wieder korrigiert worden, berichten Händler. Der Dax steigt gegen 9.38 Uhr um 0,3 Prozent oder 14 auf 5.731 Punkte. Größere Kursausschläge zeigen besonders Aktien mit Analystenkommentaren. Mangels Daten aus Konjunktur und Unternehmen erwarten Händler aber keine größeren Impulse für den Markt. „Ein Angriff auf das Jahreshoch ist nicht in Sicht“, so ein Händler.

          Die amerikanischen Vorgaben seien mit etwas Enttäuschung zur Kenntnis genommen worden. Schließlich hätten Alcoa die Gewinne im Verlauf zum großen Teil abgegeben; nach vorbörslichen Gewinnen von zeitweise über 6 Prozent gingen die Aktien mit einem mageren Plus von 1,1 Prozent aus der Sitzung. Auch die starken Vorlagen aus Asien werden als Sonderfall gesehen: Nach der langen Pause der „Golden Week“ habe Shanghai nur den Nachholbedarf aufgeholt. Tokio orientiere sich an Shanghai und Korea hole auf, weil die Zinserhöhungsängste nachgelassen hätten.

          Das übergeordnete und positive Thema bleibe aber der starke Liquiditätsfluss an die Kapitalmärkte, eine Entwicklung, die so schnell nicht nachlassen dürfte. Wichtige Unternehmensnachrichten oder Konjunkturdaten gebe es am Berichtstag nicht zu verarbeiten. Aus technischer Sicht bleibe die Konsolidierungsstimmung erhalten, solange der Dax nicht über das Jahreshoch bei 5.760 Punkten steige. Unterstützt sei der Dax bei 5.660 und 5.575 Punkten. BASF notieren 0,3 Prozent höher bei 37,58 Euro, nachdem Bank of America Merrill Lynch ihre Gewinnprognose für 2009 um 5 Prozent erhöht hat. Daimler legen um 1,4 Prozent zu auf 35 Euro. Die Analysten von Societe Generale haben das Kursziel auf 40 nach 31 Euro erhöht und die Einstufung auf „Buy“ genommen.

          Deutsche Telekom steigen im Windschatten der überraschend hohen Dividendenprognosen von Telefonica um 0,7 Prozent auf 9,50 Euro. Deutsche Bank legen um 0,2 Prozent zu auf 53,64 Euro; die Credit Suisse hat die Einstufung auf „Neutral“ nach „Underperform“ erhöht. Münchener Rück steigen um 0,3 Prozent auf 112,74 Euro. Die Analysten von J.P.Morgan haben das Kursziel des Versicherers leicht erhöht und betonen das Kurspotential. Fresenius verlieren deutlichere 1,2 Prozent auf 39,90 Euro. „Das ist Folge der laufenden Umschichtungen in Zykliker“, sagt ein Händler. Stada profitieren von einer Studie der BoA-ML und legen um 2,3 Prozent auf 19,25 Euro zu. Die Analysten haben die Beobachtung der Aktien mit der Empfehlung „Kaufen“ aufgenommen. Leoni gewinnen 3,7 Prozent auf 16,04 Euro. Das Unternehmen rechnet laut „Börsen-Zeitung“ für das kommende Jahr mit einem Umsatzplus von über 10 Prozent und mit einem operativen Gewinn. Im laufenden Jahr liege der Umsatz am oberen Ende der Erwartungen. „Der Auftragseingang für Autoelektronik zieht seit August stark an“, so ein Händler.

          Hochtief notieren unverändert bei 55,97 Euro. Hier bremse nicht um die bestätigte Prognose oder die Aussagen, nach denen der Auftragseingang etwas zurückgeht. „Im Blick steht der Börsengang der Flughafen-Beteiligungen“, so ein Händler. Und hier habe der Vorstand die Erwartungen gebremst, meint er mit Blick auf einen Bericht der Börsen-Zeitung. Symrise legen nach guten Umsatzzahlen des Schweizer Wettbewerbs Givaudan um 1 Prozent auf 13,40 Euro.

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