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Finanzmarkt : Dax - Gewinnmitnahmen nach der Vortagsrally

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Belastet von einer negativen Schlusstendenz der Wall Street ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag schwächer gestartet. Analysten verweisen auf die amerikanischen Börsen vom Vorabend. Dort hatten die führenden Indizes einen Großteil ihrer Tagesgewinne nach Aussagen der Notenbank Fed zu ihrer Leitzinspolitik wieder abgegeben. Im Fokus steht aber laut Börsianern die ganze Flut an Unternehmensbilanzen.

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          Belastet von einer negativen Schlusstendenz der Wall Street ist der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag schwächer gestartet. Im Fokus steht aber laut Börsianern die ganze Flut an Unternehmensbilanzen. Mit Deutsche Telekom, Commerzbank, Post und Munich Re haben alleine mit vier Dax-Unternehmen bereits vorgelegt. Der Leitindex Dax fiel in den ersten Minuten um 0,94 Prozent auf 5.393,07 Punkte. Am Vortag hatte sich der Leitindex noch um 1,70 Prozent erholt. Der MDax verlor 0,43 Prozent auf 6.921,00 Zähler, der TecDax büßte 0,10 Prozent auf 734,61 Punkte ein.

          Händler begründeten den negativen Start am deutschen Markt mit dem späten Ausverkauf an der Wall Street nach der amerikanische Zinsentscheidung. Der Dow Jones Industrial hatte zwar ein Plus von 0,31 Prozent über die Ziellinie gerettet, rutschte in der letzten halben Stunde aber um 100 Punkte ab. Der Future auf den amerikanische Leitindex verlor seit dem Xetra-Schluss am Vortag 1,03 Prozent. In Tokio schloss der Nikkei 225 um 1,29 Prozent tiefer. Am Nachmittag stehen noch weitere Impulse durch die Zinsentscheidung der EZB und aus den Vereinigten Staaten die Erstanträge sowie Daten zur Produktivität an.

          Deutsche Anleihen: Nahezu unverändert zum Start - Notenbanken im Fokus

          Die deutschen Staatsanleihen sind am Donnerstag nahezu unverändert in den Handel gegangen. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen geringfügig um 0,01 Prozent auf 121,26 Punkte ein. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,32 Prozent. Nachdem die amerikanische Notenbank Fed am Mittwochabend eine Fortsetzung ihrer Nullzinspolitik signalisiert hatte, erwarten die Marktteilnehmer am Donnerstag die Zinsentscheidungen der EZB und der britischen Notenbank. Während in Großbritannien mit einer Ausweitung der Staatsanleihenkäufe und damit einer zusätzlichen konjunkturellen Stützung gerechnet wird, dürfte die EZB ihren Leitzins nahezu sicher unverändert lassen. Ob EZB-Chef Jean-Claude Trichet Hinweise zum Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik geben wird, gilt unter Experten als fraglich. Laut HSH Nordbank könnte insbesondere die EZB-Zinssitzung für Belastung am Rentenmarkt sorgen. „Deutet die EZB tatsächlich eine etwas restriktivere Geldpolitik an, könnte dies den Bund-Future unter Druck setzen“, heißt es im Morgenkommentar der Landesbank. Der Bund-Future wird zwischen 121,20 und 122,60 Punkten erwartet.

          Euro sinkt in Richtung 1,48 Dollar

          Der Euro ist am Donnerstag in Richtung 1,48 amerikanische Dollar gesunken. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,4820 Dollar, nachdem sie am Vorabend noch über der Marke von 1,49 Dollar notiert hatte. Ein Dollar war damit 0,6748 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,4761 (Dienstag: 1,4658) Dollar festgesetzt. Nachdem die amerikanische Notenbank Fed am Mittwochabend eine Fortsetzung ihrer Nullzinspolitik signalisiert hatte, erwarten die Marktteilnehmer am Donnerstag die Zinsentscheidungen der EZB und der britischen Notenbank. Während in Großbritannien mit einer Ausweitung der Staatsanleihenkäufe und damit einer zusätzlichen konjunkturellen Stützung gerechnet wird, dürfte die EZB ihren Leitzins nahezu sicher unverändert lassen. Ob EZB-Chef Jean-Claude Trichet Hinweise zum Ausstieg aus der sehr expansiven Geldpolitik geben wird, gilt unter Experten als fraglich.

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