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Finanzen : Auslandsüberweisungen wegen versteckter Kosten so teuer

Hohe Aufschläge: Oft unterschätzen Kunden Auslandsüberweisungen und deren Kosten. Bild: dpa

Wer Geld in die Nicht-Eurozone schickt, sollte ein paar Dinge beachten. Hier gibt es einen Überblick.

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          Innerhalb der Eurozone ist es dank Sepa inzwischen kinderleicht, Geld schnell und günstig – grundsätzlich sogar gebührenfrei – zu überweisen. Ganz anders sieht das aus, wenn Geld aus der Eurozone in andere Währungsräume überwiesen werden soll. Eine Studie des britischen Marktforschungsunternehmens Consumer Intelligence im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Transferwise zeichnet dabei kein gutes Bild von den deutschen Banken. Versteckte Kosten durch Wechselkursaufschläge treiben die Gesamtkosten auch bei vergleichsweise niedrigen Gebühren nach oben.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Im Schnitt zahlten die Kunden der Commerzbank, der Deutschen Bank, der Postbank, einer Sparkasse und der Western Union im März 2018 für eine Überweisung von 1000 Euro in die Vereinigten Staaten eine Gesamtgebühr von 20,54 Euro. Eigene Recherchen dieser Zeitung zeigen, dass im Fall des Zahlungsdienstleisters Moneygram sogar Gesamtgebühren von bis zu 71,38 Euro anfallen können. Die in der Studie verglichenen Finanzinstitute unterscheiden sich jedoch stark in ihrer Gebührenordnung. So zahlten Kunden von Western Union zwar nur eine Transaktionsgebühr von 2,90 Euro. Durch den Aufschlag von 15,36 Euro auf den Tageswechselkurs, ergaben sich aber Gesamtkosten von 18,26 Euro. Kunden der Commerzbank müssen für Überweisungen ins Ausland sogar noch tiefer in die Tasche greifen und zahlten im März für eine Überweisung von 1000 Euro in Dollar insgesamt 27,56 Euro pro Transaktion – davon allein 25 Euro als Gebühr.

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