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Libra & Co. : Das Problem der Finanzaufsicht

Facebook will eine digitale Währung für das Internet erschaffen Bild: dpa

Finanzaufseher und Zentralbanken müssen rote Linien für Kryptowerte wie Libra oder Bitcoin ziehen – ohne dabei digitale Innovationen abzuwürgen.

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          Die Aufseher müssen und wollen reagieren. Aber über das Wie brüten sie noch. Die neue Welt digitalisierter Vermögenswerte, sogenannter Kryptowerte wie zum Beispiel Bitcoin oder Facebooks Libra, wirft zu viele Fragen auf, die sich derzeit nicht beantworten lassen.

          Deshalb hält sich die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht zurück, auch wenn sie klarmacht, dass die Rolle der Zentralbanken durch die neuen Finanzinstrumente nicht gefährdet werden darf. Allerdings gibt es große Chancen, allein durch die zugrundeliegende Blockchain-Technologie.

          Die Aufseher befinden sich auf einer Gratwanderung. Es gilt, einen technischen Fortschritt zu ermöglichen und zu fördern, der den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und auch die Wertpapierabwicklung deutlich günstiger macht.

          Auf der anderen Seite dürfen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und der Kryptowerte nicht dazu dienen, kriminelle Aktivitäten wie zum Beispiel Geldwäsche zu erleichtern. Neuen Anbietern rote Linien zu setzen ist richtig. Gleichzeitig müssen neue Wettbewerber die Banken so unter Druck setzen, damit im Zahlungsverkehr günstigere Lösungen entwickelt werden.

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