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Bezahlen fürs Ersparte : Streit um Negativzinsen schon ab 250 Euro

Sparen ist auch nicht mehr, was es mal war. Bild: dpa

Die Finanzaufsicht Bafin geht gegen Banken vor, die auf umstrittenem Wege Negativzinsen für Bestandskunden einführen. Der erste Fall landet nun vor Gericht.

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          Immer mehr Banken und Sparkassen in Deutschland führen Negativzinsen auf Einlagen ein. Auf mehr als 360 Kreditinstitute kommt die Internetplattform Biallo mittlerweile, davon nehmen 290 Institute solche Minuszinsen, auch Verwahrentgelt oder Guthabengebühr genannt, auch von Privatkunden. Allein im vergangenen Jahr hätten rund 200 Banken und Sparkassen Negativzinsen für Privatkunden eingeführt, schreibt Biallo. Seit Jahresanfang seien mehr als 30 Geldhäuser dazugekommen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nicht nur die Verbraucherzentralen kämpfen gegen diesen Trend, zum Teil auch vor Gericht. Auch die Finanzaufsicht Bafin greift mittlerweile in bestimmten Fällen ein. Meistens halten sich die Banken und Sparkassen zwar an die rechtlichen Empfehlungen, die auch von ihren Verbänden kommen. Negativzinsen werden danach zunächst nur für Neukunden eingeführt, außerdem gibt es eine Grenze, von der an sie greifen, oft 100.000 Euro. Mit Bestandskunden dagegen müssen die Banken individuelle Vereinbarungen treffen – sonst wird es rechtlich heikel.

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