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Amerikanische Geldpolitik : Fed kündigt Wertpapierkäufe für 60 Milliarden Dollar monatlich an

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Die amerikanische Notenbank Federal Reserve in Washington. Bild: Reuters

Die Währungshüter in Washington starten umfangreiche Maßnahmen. Sie wollen nicht, dass ihr Programm mit der Quantitativen Lockerung verglichen wird.

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          Die amerikanische Notenbank Federal Reserve will mit dem Kauf von Staatsschuldtiteln mit kurzer Laufzeit (T-Bills) gegen sie Spannungen am Geldmarkt vorgehen. Ab dem 15. Oktober werde die Fed monatlich Papiere im Wert von ungefähr 60 Milliarden Dollar erwerben, teilten die Währungshüter mit.

          Die Summe selbst kommt in der offiziellen Erklärung der Notenbank-Führung nicht vor (hier), die Federal Reserve von New York, die solche Maßnahmen umsetzt, teilte sie aber über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

          Die Käufe sollen mindestens bis ins zweite Quartal des kommenden Jahres 2020 andauern. Der amerikanische Notenbankchef Jerome Powell hatte die Entscheidung schon zu Wochenbeginn signalisiert. Er legte aber Wert darauf, dass dies kein weiteres Programm der quantitativen Lockerung (QE) sei – was unter Ökonomen indes durchaus umstritten ist.

          Die Maßnahmen seien lediglich „technische“ Anpassungen und keine Änderung der geldpolitischen Ausrichtung, schreiben die Währungshüter. Ziel sei es, den Zinssatz für Tagesgeld in der gewünschten Spanne zu halten.

          Der Geldmarkt funktionierte zuletzt nicht mehr reibungslos. Wie während der Finanzkrise stellte die mächtigste Zentralbank der Welt daher zusätzliche Liquidität bereit.

          Diese täglichen sogenannten Übernachtgeschäfte sollen bis mindestens Januar fortgesetzt werden, hieß es in der Mitteilung. Die Geschäfte mit einer Laufzeit von 14 Tagen sollen 2 Mal je Woche erfolgen. Zuletzt hatte sich die Lage etwas entspannt und die Banken reduzierten ihre Nachfrage.

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