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Charttechnik : Aktienbörsen haben den Härtetest bestanden

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Welche Signale geben die Charts? Bild:

Der S&P-500 konnte ein wichtiges Unterstützungsniveau halten, was als positives Zeichen gelten muss. Außerdem: Neues rund um einen wichtigen chinesischen Index.

          5 Min.

          Am 14. März lotete der Aktienmarkt die Tiefs vom 5. März erfolgreich aus und könnte mit seiner eindrucksvollen Umkehrbewegung den Bären zumindest auf kurze Sicht das Rückgrat gebrochen haben. Nachdem der S&P-500 das Schlusstief vom 5. März bei 1374,12 Punkten auf Tagesbasis nach unten durchbrach, machte der Index eine scharfe Kehrtwende nach oben und bildete im Candlestick-Chart einen sogenannten Hammer aus.

          Treten derartige Formationen in der Nähe wichtiger Unterstützungen auf, deuten sie zumeist auf eine sehr positive Marktentwicklung hin. Zur Vervollständigung einer möglichen Umkehrformation in Form eines Doppelbodens müsste sich der S&P-500 auf sein jüngstes Schlusshoch bei 1407 Punkten aufschwingen. Wenn dem Index dieser Schritt gelänge, wäre der mittelfristige Trend erneut bullisch.

          Mauer aus Widerständen

          Vor der am Mittwoch vollzogenen Umkehrbewegung ging der S&P-500 auf Tagesbasis auf 1.363,96 Punkte zurück, wobei wir davon ausgehen, dass der Index Unterstützung durch den exponentiell gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei 1.367 Zählern erhielt. Der Index könnte zudem von einer Fibonacci-Unterstützung profitiert haben, nachdem der S&P-500 am Mittwoch auf Intraday-Basis das Retracement von 38,2 Prozent erreichte.

          Der kurzfristige Ausblick hat sich nach unserer Auffassung zwar merklich aufgehellt, die mittelfristigen Aussichten hängen jedoch von den Entwicklungen des kommenden Monats ab.

          Großartige Fortschritte werden dem S&P-500 auf kurze Sicht schwer fallen, da sich im Bereich zwischen 1.407 und 1.420 Punkten eine wahre Mauer aus Widerständen aufgebaut hat. Diese potentielle kurzfristige Obergrenze besteht hauptsächlich aus fallenden exponentiell gleitenden Durchschnittswerten. Wie wir bereits in der Vergangenheit ausführten, ist es in der Regel schwierig, eine Zone mit mehreren Unterstützungen oder Widerständen zu durchbrechen.

          Der exponentiell gleitende 20-Tage-Durchschnitt befindet sich bei 1.408 Punkten, die exponentiell gleitenden 30- und 65-Tage-Durchschnittswerte kommen bei 1.413 Zählern in Spiel, der exponentiell gleitende 50-Tage-Durchschnitt ist bei 1.416 und der einfache 80-Tage-Durchschnitt bei 1.420 Punkten angesiedelt. Von den jüngsten Schlusskursen und Intraday-Hochs stammende Chartwiderstände sitzen in der Zone zwischen 1407 und 1410 Punkten. Das Retracement von 38,2 Prozent der jüngsten Abwärtsbewegung hält sich bei 1.407 und das 50prozentige Retracement bei 1.417 Punkten auf.

          Keine überverkauften Niveaus

          Das jüngste März-Schlusstief bei 1.374 und das Intraday-Tief bei 1.364 Zählern bieten mehr oder weniger solide Unterstützung nach unten. Wir gehen zwar davon aus, dass die Risiken eines weiteren Einbruchs begrenzt sind, raten jedoch stets dazu, wichtige Unterstützungsbereiche im Blick zu behalten, insbesondere vor dem Hintergrund der gegenwärtig zu beobachtenden steigenden Volatilität.

          Kurzfristig sorgen wir uns um die Dauer der jüngsten Rückkehrbewegung und die Größe des sich möglicherweise ausbildenden Doppelbodens. Aufgrund des rapiden Rückgangs konnten viele Sentiment-, Momentum- und interne Indikatoren nach unserer Auffassung in der kurzen Zeit keine überverkauften Niveaus erreichen.

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