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FAZ.NET-Orakel : Macht die SPD-Basis den Weg frei für eine neue Groko?

  • Aktualisiert am

Auf dem Weg auf die Regierungsbank? Ob Martin Schulz Minister wird, ist nur eine von vielen offenen Fragen. Bild: AFP

Nach den Koalitionsverhandlungen mit der Union darf die SPD-Basis über die Ergebnisse abstimmen. Wie wird der Mitgliederentscheid ausgehen? Die Händler auf dem FAZ.NET-Orakel haben derzeit eine klare Meinung.

          Nochmal gut gegangen: So oder so ähnlich dürfte das Fazit des SPD-Parteivorstandes am Abend des 21. Januars gelautet haben. 362 Delegierte (56,4 Prozent) stimmten für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen, 279 votierten dagegen (43,4 Prozent). Ein Erfolg für Schulz und Co. sieht wahrlich anders aus. Nun aber laufen sie also, die Verhandlungen für die dritte Groko in Folge – auch weil Jamaika sich als zu weit entfernt erwiesen hat. Das freilich betont man in der SPD besonders gerne: Die anderen haben es vermasselt und jetzt müssen wir eben doch ran – aus staatspolitischer Verantwortung, so der Narrativ. Die Wende muss natürlich auch gut erklärt sein, nachdem am 24. September Manuela Schwesig keine 15 Minuten nach der ersten Hochrechnung vermeintlich klargestellt hatte: Der Platz der SPD ist in der Opposition.

          Im Gegensatz zu Schwesig und anderen sind die Jusos weiterhin dieser Ansicht und mühen sich nach Kräften, eine Neuauflage der Großen Koalition doch noch zu verhindern. Dafür müssen sie nicht auf ein Scheitern der Verhandlungen hoffen. Schließlich dürfen die SPD-Mitglieder über die Ergebnisse abstimmen – was die Jungsozialisten für sich nutzen wollen, indem sie Gegner der Groko zum Eintritt in die Partei animieren. Tatsächlich sind in den vergangenen Wochen mehr als 1000 Menschen in die SPD eingetreten, wobei darunter natürlich auch Groko-Befürworter sein können, die sich von der Kampagne der Jusos ermuntert gefühlt haben. Spannend dürfte es also zweifelsohne werden.

          Das sehen die Händler auf dem FAZ-NET-Orakel derzeit anders. Am Dienstagmittag bezifferten sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die SPD-Basis den Weg frei macht für eine neuerliche Koalition mit der Union, auf 90 Prozent. Höher stand der Kurs für ein „Ja“ seit Öffnung des Marktes am 24. Januar nie. Optimistisch, dass die Koalition am Votum der SPD-Mitglieder nicht scheitern würde, waren die Händler allerdings immer: Unter 65 Prozent ist der Kurs bislang nie gefallen.

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