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Zukunft des Geldes : Zurück nach Amsterdam

Das alte Rathaus von Amsterdam, in dem 1609 die Wisselbank gegründet wurde. Ölgemälde von Pieter Janszoon Saenredam aus dem Jahr 1657. Bild: Wikipedia

Facebooks Projekt einer eigenen Digitalwährung trägt jetzt einen neuen Namen. Lösen Tech-Konzerne bald die Zentralbanken ab? Wer die Eigenarten digitalen Geldes verstehen möchte, kann aus der Währungsgeschichte lernen.

          9 Min.

          Wer die Zukunft des Geldwesens im digitalen Zeitalter erspüren möchte, sollte weit in die Geschichte des analogen, traditionellen Geldes eintauchen. Unsere Zeitreise führt in die Niederlande des frühen 17. Jahrhunderts und dort zur Amsterdamschen Wisselbank, auf Deutsch: zur Amsterdamer Wechselbank. Amsterdam war damals eine der führenden Handels- und Finanzmetropolen Europas, aber der Handel der Kaufleute litt unter einer großen Zahl verschiedener Münzsorten. Überdies befanden sich viele Münzen in einem schlechten Zustand, nicht wenige waren auch manipuliert.

          Die im Jahre 1609 gegründete Amsterdamer Wechselbank erklärte sich bereit, den Kaufleuten ihre Münzen abzunehmen, ihnen im Gegenzug Guthaben auf bei ihr geführten Konten einzurichten und den Zahlungsverkehr zwischen den Kaufleuten auf ihren Konten abzuwickeln, ohne dass Münzen bewegt werden mussten. Das klingt aus heutiger Sicht banal, war damals aber äußerst innovativ.

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