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Verirrte Anleger : Facebook-Umbenennung lässt Kurs von kanadischer Firma hochspringen

  • Aktualisiert am

Facebook in neuem Gewand: Neues Logo und neuer Name Bild: Reuters

Sie wollten offenbar von der ganz schnellen Truppe sein: Doch statt Aktien von Mark Zuckerbergs Meta Plattforms kauften Anleger in großen Mengen Papiere einer kanadischen Baufirma. Was wirklich aus den Facebook-Aktien wird.

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          Die Namensänderung von Facebook beschert einer kanadischen Firma für Spezialbeschichtungen einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Umbenennung des Internet-Netzwerks Facebook zu Meta Platforms trieb den Kurs der in den USA notierten Titel von Meta Materials nachbörslich 26 Prozent in die Höhe. Offenbar hatten Anleger die Namen der beiden Firmen verwechselt.

          Tatsächlich es noch ein wenig, bis an der Börse Facebook zu Meta wird. Zwar hat der Konzern noch am Donnerstag bei der US-Börsenaufsicht SEC die Namensänderung von Facebook, Inc. zu Meta Platforms, Inc. angemeldet. Doch das Börsenkürzel der Aktie soll erst zum 1. Dezember in Anlehnung an das „Metaverse“ von „FB“ zu „MVRS“ umgestellt werden. Für europäische Nutzer ändert sich dagegen vorerst nichts; für sie  ist zunächst weiter die irische Tochter Facebook International zuständig. An einer Neuordnung werde noch gearbeitet, sagte die für Mitteleuropa zuständige Managerin Angelika Gifford.

          Das Anleger im Eifer des Gefechts zur falschen Aktie greifen, ist kein Einzelfall: So rissen sich Anleger zu Beginn der Coronavirus-Pandemie im März 2020 um die Aktien von Zoom Technologies. Der chinesische Spezialist für Netzwerk-Sicherheit hat aber nichts mit Zoom Video Communications, dessen Videokonferenz-System sich seitdem großer Beliebtheit erfreut, zu tun. Anfang diesen Jahres katapultierte inmitten des Hypes um den US-Videospielehändler GameStop eine Verwechslung der Börsenkürzel die Papiere des bis dato weitgehend unbekannten australischen Nickel-Produzenten GME Resources nach oben. 

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